Besucheransturm beim Fischerfest

Köstlichkeiten der Sportangler: Helga und Thomas Brandau (Rotenburg) lassen sich Schmandhering und Pellkartoffeln schmecken.

Breitenbach. Bei Sommerwetter, wie es schöner kaum sein konnte, feierten viele Hundert Besucher am Wochenende auf dem idyllisch an den Breitenbacher Baggerseen gelegenen Gelände des Sportanglervereins das schon traditionelle Fischerfest der Bebraer Petrijünger.

Los ging’s am Freitagabend mit dem Start von Heißluftballons. Insgesamt fünf Kapitäne waren mit ihren Luftfahrzeugen zur Wiese neben dem Vereinsheim gekommen. Unter ihnen auch Uwe Orth aus Immenhausen bei Kassel, der mit seinem fast nagelneuen Warsteiner Ballon zum zehnten Mal abheben wollte – ein kleines Jubiläum gegen die runden Anlässe seiner beider Mitfahrerinnen Siegrid Fey aus Iba und Manuela Mausehund aus Gilfershausen.

Die Ibaerin arbeitet seit 40 Jahren im jetzt zu Continental gehörenden Bebraer Autoteilewerk und hatte sich die Fahrt deshalb einfach mal geleistet. Bei der Gilfershäuserin war es das Geburtstagsgeschenk ihres Lebensgefährten Uwe Borawski. Manuela wurde am Freitag 40 Jahre alt und hatte sich von Uwe – nachdem sie schon am 35. beim Fischerfest genau an ihrem Ehrentag im Ballon unterwegs war – nichts sehnlicher gewünscht als eine Fahrt durch die Lüfte.

Bei idealen Startverhältnissen und leichter Süd-Strömung bewegten sich die Ballons in Richtung Haseltal. Wie es Sitte ist, ließen sich die Neulinge unter den 22 Mitfahrern dann natürlich auch noch auf dem Festgelände, auf dem bereits DJ Michi alle Register zog, taufen.

Nach einem gemütlichen Nachmittag stand der Samstagabend ganz im Zeichen des WAM-Trios, das mit fetziger Party- und Tanz-Musik für Stimmung sorgte. Das tat auch das kurz nach 22 Uhr von Mitgliedern der Breitenbacher Feuerwehr entzündete und bewachte riesige Lagerfeuer, das die ganze Nacht hindurch in den tiefblauen Sternenhimmel aufloderte.

Fischerfest am Breitenbacher See

Am Sonntagmorgen war die Festgemeinde zu einem ökumenischen Gottesdienst eingeladen. Gut 200 Besucher dürften es gewesen sein, die der sehr ansprechenden Predigt von Pastor Hans-Wilhelm Herrmann zuhörten, in der er auf die Geschichte vom Pharisäer und Zöllner einging, und die auch nicht mit Applaus für den von Dieter Hohmann geleiteten Posaunenchor sparten. Besonders eindrucksvoll war das von den Eheleuten Dr. Jibrail Moussa von der syrisch-orthodoxen Kirche gesungene Vater-Unser.

Auf den Mittagstisch kam wieder Schmandhering mit Pellkartoffeln, für die man in langen Schlangen anstehen musste.

Quelle: HNA

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