Bereitschaft der Ärzte wird neu geordnet

Hersfeld-Rotenburg. Die ärztliche Bereitschaft außerhalb der Sprechzeiten wird zurzeit von der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KV) neu organisiert. Für die Gemeinden Nentershausen, Cornberg und die Ludwigsauer Ortsteile Ersrode und Hainrode treten die Änderungen bereits ab 1. Januar in Kraft, für den übrigen Kreis erst ab dem 1. April 2014.

Wenn Patienten nach Feierabend und an den Wochenenden ärztliche Hilfe benötigen, können sie sich dann an die bundesweit gültige und kostenlose Rufnummer 116117 wenden. Diese wird nordhessenweit bei der Dispositionszentrale in Kassel auflaufen, erklärte Petra Bendrich von der KV. Dort können die Patienten ihre Beschwerden schildern. Sie werden dann in eine Zentrale des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes (ÄBD) vermittelt oder es wird veranlasst, dass ein Arzt zu ihnen nach Hause kommt, wenn die Zentralen zum Beispiel nachts geschlossen haben.

Für Nentershausen und Cornberg, die zum ÄBD Werra-Meißner-Süd gehören, ist ab 1. Januar die Zentrale in Eschwege zuständig, für die beiden Ludwigsauer Ortsteile der ÄBD in Fritzlar.

Der neue „Ärztliche Bereitschaftsdienst Bad Hersfeld“ wird nach den Plänen der KV in der sogenannten zweiten Roll-out-Phase im April an den Start gehen. Patienten hätten mit der Neuordnung die Gewissheit, jederzeit ärztlich versorgt zu werden, heißt es vonseiten der KV.

Diese will die Zentralen in den Landkreisen an Krankenhäuser anbinden. Klinikum-Geschäftsführer Martin Ködding geht davon aus, dass die Zentrale in Bad Hersfeld zunächst weiter Am Markt ihren Standort haben wird – wie zurzeit. Das Klinikum stehe zur Verfügung, um Räumlichkeiten anzubieten. Auch das Kreiskrankenhaus Rotenburg ist interessiert, Standort einer Zentrale zu werden. Das wäre im Sinne der Patienten, sagte Verwaltungsleiter Sassan Pur.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

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