Aufräumarbeiten nach Starkregen

Anwohner der Güldenen Kammer in Bad Hersfeld von Schlammlawine betroffen

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Die Aufräumarbeiten dauern an: Nachdem die Einsatzkräfte am Sonntag Schlamm und Wassermassen beseitigt hatten, gehen die Arbeiten für Anwohner wie Oliver Fuhst auch in den nächsten Tagen noch weiter.

Bad Hersfeld. „Als erstes ist der Schock da. Danach Hektik.“ So beschreibt Oliver Fuhst den Moment, als am Sonntag gegen 16.30 Uhr die Schlammmassen die Güldene Kammer in Bad Hersfeld herunterliefen.

„Ich saß gerade mit meinem Hund zuhause und beobachtete den Regen“, sagt Fuhst. Als der erste Schreck vorbei war, rannte er los, um das Badezimmerfenster zu schließen. Nur wenige Minuten später spritzte der Schlamm bereits gegen das Fenster, so Fuhst.

Es sei bereits das dritte Mal, dass Wasser und Schlammmassen die Güldene Kammer herunterliefen, seit er dort lebt. „Das letzte Mal war vor drei Jahren, aber da war es nicht so schlimm, wir hatten noch Zeit, einen Schutz aufzubauen.“

Fuhst und seine Frau haben sich jetzt Urlaub genommen, um aufzuräumen. Fuhst freute sich über die schnelle Hilfe der Stadt und der Feuerwehrkräfte, die noch neun weitere kleinere Einsätze im Landkreis hatten. Einer der betroffenen Landwirte kritisiert die Wasserführung der Stadt: „Die Rohre sind nur 20 Zentimeter breit. Wenn in zehn Minuten soviel Regen fällt, reicht das einfach nicht. Wir pflanzen schon keine Sommerfrucht und pflügen im Winter nicht.“

Ähnliche Fälle hätte es bereits in Kathus und Sorga gegeben.

Er hofft, dass die Stadt mit den Pächtern zusammen eine Lösung sucht. (mor)

Quelle: HNA

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