Start in Heinebach ab Montag

Bekenntnisschule: Unterricht nach christlichen Werten

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Bereit für die Schüler: Grundschullehrerin Natalia Funk und Schulleiter Tim Treis. Am Montag startet die Martin-Luther-Schule in Heinebach nach langem Hin und Her mit acht Erstklässlern.

Heinebach. Am Montag startet für viele Erstklässler die Schule: In Heinebach werden Grundschüler dann erstmals im Landkreis Hersfeld-Rotenburg nach christlichen Werten unterrichtet.

Nach jahrelangem Hin und Her eröffnet dort die Martin-Luther-Schule. Die private Bekenntnisschule setzt beim Unterricht auf das Prinzip der Nächstenliebe.

„Wir starten mit acht Schülern“, sagt Tim Treis. Er wird die Schule gemeinsam mit seiner Ehefrau Judith Treis leiten. Eigentlich sollte der Unterricht mit einer ersten und zweiten Klasse beginnen. Nach Gesprächen mit der Lindenschule in Heinebach wurden diese Pläne jedoch verworfen.

„Wir hatten Bedenken, was ein Schulwechsel in der zweiten Klasse für die Kinder bedeutet“, sagt Treis. Nun startet die christliche Grundschule zunächst mit einer ersten Klasse. Anderenfalls hätte die Lindenschule nach Angaben von Treis von drei zweiten Klassen auf zwei Klassen reduzieren müssen. „Das wollten wir nicht“, sagt er.

Die acht Schulanfänger der Martin-Luther-Schule kommen alle aus dem Landkreis. „Unser Ziel ist es, dass die Kinder sich gut eingewöhnen“, sagt Lehrerin Natalia Funk. Sie wird die Erstklässler ab Montag unterrichten.

Die Klassenräume im Untergeschoss der Christlichen Gemeinde am Heinebacher Bahnhof sind für die ersten Schüler hergerichtet. Tische, Stühle und eine Tafel wurden von anderen Bekenntnisschulen gespendet. Ansonsten finanziert sich die Schule durch Schulgeld.

„Wir sind froh, dass das Kind Bekenntnisschule jetzt erst mal auf die Welt gekommen ist“, sagt Treis. Alles Weitere müsse sich zeigen. Bereits vor zwei Jahren hatte der Förderverein Bekenntnisschule Alheim – der auch Träger der Privatschule ist – einen Antrag beim Staatlichen Schulamt in Bebra gestellt. Der musste wegen eines fehlenden Finanzierungskonzepts jedoch wieder zurückgenommen werden.

Nachdem die Martin-Luther-Schule alle Anforderungen des Amts im Sommer erfüllt hatte, musste zuletzt auf die Genehmigung des Bauamts gewartet werden. „Erst hatten wir nur eine mündliche Zusage“, sagt Treis. Seit wenigen Tagen liegt diese auch schwarz auf weiß vor.

Mit der Genehmigung des Bauamts steht dem Unterricht nach christlichen Werten in Heinebach nun nichts mehr im Weg. „Wir wünschen uns, dass die Bekenntnisschule eine gute Akzeptanz findet“, sagt der Schulleiter.

Von Verena Koch

Quelle: HNA

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