Heimatabend zum Start am Donnerstag

Solzer Kirmes wäre beinahe ausgefallen

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Heimatabend bei der Solzer Kirmes

Solz. Mit dem traditionellen Heimatabend hat am Donnerstag die Kirmes in Solz begonnen. Das Fest stand bis zur letzten Minute auf der Kippe.

Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet ein Chor aus Gilfershausen sich in Solz unsterblich machen würde? Nicht nur, dass die Gruppe „Popcorn“ auf dem Heimatabend der Solzer Kirmes im Festzelt überhaupt auftrat. Die von den Gastgebern traditionell gern angefeindeten Gilfershäuser sangen auf Solz sogar ein wahres Loblied.

Dabei wäre die Kirmes in diesem Jahr um ein Haar ausgefallen, hatten doch die Mitglieder der Kirmesgruppe vergeblich unter der schwarzen Tanne nach der Kirmes, dem Glaskrug gesucht. Erst wenn er ausgegraben ist, kann das Fest beginnen. In letzter Minute trugen die Altkirmesburschen, verkleidet wie die Panzerknacker im Comic, den symbolträchtigen Krug ins Zelt, den sie zuvor gestohlen hatten - der Heimatabend konnte beginnen.

Den Posaunenchor hörten die Gäste mehrmals, sahen die Jugendfeuerwehr den WM-Pokal auf die Bühne tragen und Carina Jeppe als Helene Fischer Stimmung im Zelt machen. Seinen ersten Heimatabend-Auftritt bestritt ein 20-köpfiger Ableger des Posaunenchors mit dem Namen „Nur net so lüt“ und schwungvoller Blasmusik. Die Feuerwehr- und die Gymnastikdamen machten die Bühne in Dirndl und Lederhosen zur Alm. Frech, lustig und oft schlüpfrig waren die Pointen der gespielten Witze der Theatergruppe.

Ein Hoch auf Solz 

„Ein Hoch auf Solz, auf dieses Dorf, denn heimwärts rollt's“, sangen die Gilfershäuser Sängerinnen und Sänger. Sie griffen den Solzer Schlachtruf auf und würdigten die Solzer und ihre legendäre Kirmes.

Solzer Dorfgewäsch brachten schließlich die Handpuppen-Straßenkehrer Schorsch und Herbert auf die Bühne, und zwar in Mundart. Warum der Thilo den deutschen Rasenmäherclub gründen will und wo die Isolde das Schießen übt, das wissen nur die Solzer - Heimatabend eben.

Bildergalerie vom Heimatabend

Kirmes in Solz: Heimatabend

Bürgermeister Uwe Hassl kam, anders als er erwartet hatte, glimpflich davon. Nur eine, in Erinnerung an seinen Vorgänger an „Horst Hassl“ adressierte Einladung hatte er sich gefallen lassen müssen.

„Da ist was im Busch“, lautet das Kirmesmotto, und so verwandelte die Kirmesgruppe die Bühne zum Schluss in einen Dschungel voll tanzender Affen, Elefanten und Löwen.

Von Achim Meyer

Quelle: HNA

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