Begeisterung pur gab es beim Weiteröder Kirmesfestzug

Weiterode. Gustav Adolf kommt gern nach Weiterode. Aber nicht nur er. Halb Waldhessen lockten strahlender Sonnenschein und die Erwartung auf einen tollen Kirmesfestzug am Sonntagnachmittag an die Ulfe.

Angeführt von zwei Herolden, den Kirmesburschen und -mädchen und der örtlichen Prominenz schlängelte sich fast eine Stunde lang ein farbenprächtiger und in jeder Hinsicht origineller Lindwurm durch Bebras feierlustigsten Stadtteil. Traditionelles wie der Erntewagen, die vom Damen-Kegelclub „Flotte Kugel“ gelobten Kirmesständchen und die vom TTV zurückgeforderten Dappchenbälle wechselten sich ab mit Originellem wie dem vom OGV thematisierten Reisanbau im „Überschwemmungsgebiet“ am Rohrweg.

Der Umzug in Bildern:

Kirmesfestzug in Weiterode

Die Schützen um „Dr. Koch“ machten sich über die Behandlungsmethoden der Weiteröder Landärzte lustig, die Kindergartenkinder erinnerten an die Aufführung des Musicals vom Regenbogenfisch, und die „Senkrechtstarter“ hatten sich sehr viel Mühe gegeben bei ihrem Lob auf die Bienen. Eine Augenweide waren die Bläckberries, die sich für den ewig jungen Rock’n’Roll in Schale geworfen hatten. Der Mandolinenverein ließ Pril-Blumen blühen, und vom Kulturverein Ellis Saal wurde die „Bäwersche Wiesn“ gemoppt: „Wir feiern Kermes wie bekloppt!“ Besonders originell war der Wagen der altgedienten „Jugendgruppe“ SKW-Grex: „Was wird wohl aus dem Bebraer Lokschuppen?“ fragte sie. Ihre Antwort: „Ein neuer Puff mit Schockpuppen! Nicht mehr jung, aber immer willig, kein Zahn im Hals, doch dafür billig!“

Natürlich bekamen auch die Ronshäuser ihr Fett weg, denen allerlei Vorschläge gemacht wurden, wie man zu Schaustellern kommt und wie man den Verlust des Luftkurort-Prädikats verdaut. Der Radsportverein Frischauf hatte sogar Udo Jürgens’ 80. Geburtstag auf dem „Teller“ und gratulierte mit Sahnetorte und „Griechischem Wein“. Kurzum: Die „Stripper“ übertrafen sich einmal mehr!

Von Wilfried Apel

Quelle: HNA

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