Denkmalschützer besichtigte das Gebäude auf dem Bahnhofsgelände

Bebraer Lokschuppen: Schwere Schäden, aber erhaltenswert

Bebra. Der oberste Denkmalschützer Hessens, Dr. Gerd Weiß, besichtigte gestern den Lokschuppen II auf dem Bahnhofsgelände in Bebra. Das Gebäude sei in einem baulich schlechten Zustand, stellte der Präsident des Landesamtes für Denkmalschutz Hessen fest.

Er stellte aber klar, dass der Lokschuppen unter Denkmalschutz stehe und erhaltenswert sei. Viele Lokschuppen anderenorts würden in irgendeiner Form genutzt. „Wenn jemand da ist, der den Lokschuppen erhalten will, unterstützen wir das“, sagte Weiß. Dazu müsse es aber ein gemeinsames Interesse geben.

Andererseits sei das Gebäude in einem solchen Zustand, dass man sich einem Abriss auch nicht entgegenstellen würde, erklärte der Denkmalschützer.

Der Förderverein Industriedenkmal Bahnhof Bebra will den Lokschuppen II auf dem Bahngelände wieder betriebsbereit instand setzen, einschließlich der Segmentdrehscheibe vor dem Gebäude. Auf Einladung des Fördervereins war Weiß nach Bebra gekommen.

Fotos: Besichtigung des Bebraer Lokschuppens

Besichtigung des Bebraer Lokschuppens

Die Stadtverordnetenversammlung Bebras hatte im vergangenen Jahr entschieden, dass das im Eigentum der Stadt befindliche Gelände samt Lokschuppen, Kesselhaus und Schornstein dem Förderverein übereignet werden sollte. Der Magistrat ist bisher noch nicht tätig geworden, weil die Finanzierbarkeit infrage gestellt wird. (ank)

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Quelle: HNA

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