Jetzt sind Ideen gefragt

Für Lokschuppen und Inselgebäude muss Entscheidung her

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Bebra. Um die Zukunft der Bebraer Eisenbahn-Vergangenheit geht es am Dienstag, 29. Oktober. An diesem Tag ist erneut Gelegenheit, den Personenbahnhof und das ehemalige Betriebswerk anzusehen und sich mit Ideen einzubringen.

Zeitzeugen werden dabeisein und von der Arbeit bei der Bahn in den vergangenen 150 Jahren berichten. Alle Interessierten können hinter die Türen und Tore schauen und Bereiche kennenlernen, die bislang verschlossen waren und möglicherweise auch verschlossen bleiben – oder nach und nach verschwinden werden. Es sei denn, es gelingt, „sich der eigenen Geschichte bewusst zu werden und dieser eine Zukunft zu geben“, erklärt Bauamtsleiter Manfred Klöpfel.

So etwa werden die historischen Decken in den Sälen des Inselgebäudes teilweise zu sehen sein – erstmals seit vielen Jahrzehnten ist Gelegenheit, sich ein Bild vom früheren Glanz dieses Gebäudes zu verschaffen.

Wie berichtet, will die Bahn das Gebäude möglichst noch während der Bahnhofsmodernisierung bis Ende 2014 abbrechen. Daher sind Ideen gefragt, in welcher Weise das gut 120 Meter lange Gebäude zunächst für die Nachwelt bewahrt und dann Raum für Raum wieder mit Leben gefüllt werden kann.

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Die Bebraer Bevölkerung und alle aus Stadt, Land und Region, die an Eisenbahngeschichte interessiert sind und die Relikte erhalten möchten, sind eingeladen. Genauso aber auch diejenigen, die einen anderen Weg gehen möchten und Ideen für eine angemessene Nachnutzung der frei werdenden Flächen haben. „Jede Meinung ist gefragt und findet Gehör“, erklärt Manfred Klöpfel. Wie am Ende das Ergebnis aussehen werde, sei offen.

Einzelheiten zur Besichtigung

Treffpunkt ist am Dienstag, 29. Oktober, um 14 Uhr, die Park+Ride-Anlage Ostseite am provisorischen Fußweg neben den Baucontainern. Besichtigt werden die Segmentdrehscheibe mit Gleisfächer, der Schornstein, der Lokschuppen II, das Kesselhaus, Lokwerkstatt mit Lokschuppen I und Drehscheibe I, danach das Inselgebäude.

Die Besichtigung ist zwar nicht barrierefrei, die Gruppe wird aber, wenn nötig, hilfreich zur Seite stehen. Anschließend versammeln sich die Teilnehmer ab 16.30 Uhr im großen Saal des evangelischen Gemeindehauses in Bebra, Grüner Weg 4. Nach einer Kaffeepause beginnt um 17 Uhr die Aussprache, der ein Impulsvortrag des externen Moderators mit anschließender Ideensammlung folgen wird. Voraussichtliches Ende ist um 19 Uhr. Der Prozess lebe von aktiver Beteiligung, sagt Manfred Klöpfel.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

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