Bebraer Jugendhaus kommt später

Schon jetzt halten sich viele Jugendliche am künftigen Standort des Jugendzentrums auf: Hier eine Gruppe Jungen beim Fußballspielen. Im Hintergrund auf der Wiese sollte eigentlich schon in diesen Tagen das Jugendzentrum eingeweiht werden. Foto:  Schankweiler-ZIermann

Bebra. Noch in diesem Jahr sollte das neue Jugendzentrum direkt neben der Gesamtschule an der Kerschensteiner Straße bezogen werden, doch daraus wird nichts. Auf dem Gelände hat sich bisher noch nichts getan, nicht mal ein erster Spatenstich.

Utopische Preise habe die Ausschreibung ergeben, erklärte Bürgermeister Horst Groß auf Nachfrage. Die Angebote seien doppelt so hoch wie erhofft gewesen. Weil Bebra aber nicht mehr als 220.000 Euro ausgeben kann, arbeitet man nun daran, trotzdem noch eine preisgünstige Lösung zu finden.

Nur zwei Angebote hatte die Stadt Bebra auf die Ausschreibung bekommen, beide zu teuer, obwohl eine Modulbauweise geplant ist. Man habe nicht die klassischen günstigen Anbieter mit der Ausschreibung erreichen können, heißt es vonseiten der Stadt. Ein solches Projekt sei ein schwieriger Prozess, wenn das Geld knapp sei.

An dem Standort wolle man aber auf jeden Fall festhalten, erklärten der Bürgermeister und Uli Rathmann von der Stadtjugendpflege. Er sagt, es sei sein Traum, Schule, Jugendzentrum und einen Fun-Park zusammengefasst an einem Ort zu haben. Der Standort sei ideal und stehe nicht zur Disposition.

Verzögerungen hatte es auch gegeben, weil zwischenzeitlich die Möglichkeit bestand, das Jugendzentrum in das Schulgebäude zu integrieren, was sich aber am Ende doch nicht realisieren ließ.

Horst Groß hofft, dass man trotz aller Schwierigkeiten im Frühjahr mit dem Bau beginnen kann. Es sei wichtig, den Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, nach der Schule und abends von Fachkräften betreut ihre Freizeit zu verbringen. Derzeit sind die Jugendlichen nach einem Intermezzo im Postgebäude bei der Feuerwehr und im Rathaus untergekommen.

Fehlt auch das Jugendzentrum noch, so geht es doch beim Aufbau des Fun-Parks weiter. Im kommenden Jahr sollen Fitness-Geräte, ein sogenannter Flow-Park, aufgebaut werden, zu dem Recks in unterschiedlicher Höhe gehören. Auch Bänke sollen aufgestellt werden. Möglichst bis Ende 2014 solle eine Eislauffläche angelegt sein, heißt es aus dem Rathaus.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

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