Bebraer Autohandel: Parlament passt Pläne an Gegebenheiten an

Jede Menge Autos: Sie prägen das Bild an der Göttinger Straße. Die Automobile Bebra GbR ist in den vergangenen Jahren immer weiter gewachsen und ist heute ein mittelständischer Betrieb. Foto:  Schankweiler-Ziermann

Bebra. Der Autohandel an der Göttinger Straße, der in den vergangenen Jahren stetig gewachsen ist, sorgt immer wieder für Probleme, weil große Autotransporter den Verkehr behindern.

Nun soll der Bebauungsplan für dieses Areal an der relativ schmalen Göttinger Straße so geändert werden, dass der Plan an die „vorhandenen Gegebenheiten des Wohn- und Geschäftsquartiers angepasst“ wird.

Dem Beschluss ging eine längere Diskussion in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung voraus. Bernd Holzhauer von der SPD-Fraktion berichtete von den Gesprächen mit dem Autohändler und Absprachen mit diesem. So sollen keine Autotransporter mehr in die Luisenstraße fahren. Wegen des Schulverkehrs sollen vor 8.30 Uhr keine Autos entladen werden, und die Abholung soll ins Industriegebiet verlagert werden. Holzhauer sagte, das Gelände sei schon immer gewerblich genutzt worden. Das Geschäft habe sich von einem kleinen zu einem mittelständischen Betrieb entwickelt.

Ulrich Völke (Gemeinsam für Bebra) meinte, man stimme zähneknirschend zu, weil auch GfB den Betrieb wolle. Man werde aber genau darauf sehen, ob die Auflagen erfüllt würden. „Das Unternehmen möchte sich legal erweitern“, sagte Horst Taube (CDU). Es habe unter anderem sechs Azubis, „solche Leute brauchen wir“, betonte Taube.

Beeindruckende Dimension

Von einer beeindruckenden Dimension sprach Klaus Reifschneider (FWG). Absprachen zu treffen, reiche auf Dauer nicht. Sein Änderungsantrag, nach dem die Lkw auf dem Betriebsgelände be- und entladen werden sollten, fand nicht die Zustimmung der anderen.

Das Gebiet entlang der Göttinger Straße wird von einem Handwerksbetrieb, Produktions- und Werkstätten sowie Wohngruppen der Sozialen Förderstätten und dem Biberbad sowie den Schienenverbindungen geprägt. Das zeige, dass die Ausweisung eines Mischgebiets in die Stadtentwicklung passe, heißt es in der Beschlussvorlage der Stadtverwaltung. Dem Aufstellungsbeschluss hatten die Stadtverordneten schon im September zugestimmt, nun gab es zum Entwurfs- und Offenlegungsbeschluss der Bebauungsplanänderung eine Enthaltung und zwei Gegenstimmen von der FWG.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

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