Wertstoffhof braucht mehr Platz

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Die neue Halle: Am Rande der MZV-Verbandsversammlung besichtigten Geschäftsführer Bernhard Skolik (links) und der Vorsitzende Markus Becker das Gelände am Ende der Philipp-Reis-Straße, das der Müllabhol-Zweckverband kaufen will.

Bebra. Seit vergangenem Juni hat der Müllabhol-Zweckverband Rotenburg (MZV) einen eigenen Wertstoffhof in Bebra. Der ist überaus erfolgreich – so erfolgreich, dass der MZV nun sogar sein Gelände mehr als verdoppeln will:

Zwischen 200 und 300 Anlieferungen am Tag verzeichnet der MZV, der für die Müllentsorgung in Bebra, Ronshausen und Rotenburg zuständig ist. „Das ist des Guten fast zu viel“, sagte Geschäftsführer Bernhard Skolik während der Verbandsversammlung, „wir platzen aus allen Nähten.“

Weil Privatautos, Müllwagen und große Laster auf engem Raum manövrieren, sei es schon zu kritischen Situationen gekommen. Durch einen glücklichen Zufall, sagte Skolik, bestehe nun die Gelegenheit, ein weiteres Gelände an der Philipp-Reis-Straße zu kaufen.

Es bietet mit mehr als 9000 Quadratmeter fast doppelt so viel Platz wie der Wertstoffhof, der nur gut 100 Meter entfernt ist. Außerdem hat das Areal, auf dem früher Holz gelagert wurde, eine über 600 Quadratmeter große Halle – groß genug, um darin Papier auf große Lastwagen umzuladen. „Das brauchen wir auch, damit das Papier nicht immer über den ganzen Hof geweht wird“, erklärte Skolik. Grundsätzlich gehe es aber darum, den MZV für künftige Aufgaben vorzubereiten.

So könnten auf dem neuen Gelände weitere Wertstoffe wie Bauschutt und Erdaushub angenommen und ordentlich getrennt werden. „Nur mit genügend Platz können wir effizient arbeiten“, sagte Skolik. Die Verbandsversammlung hat er mit seinen Ausführungen überzeugt. „Es hat nur positive Seiten“, sagte der Vorsitzende, Ronshausens Bürgermeister Markus Becker.

Und der Rotenburger Vertreter Peter Knierim lobte: „Ich bin sehr positiv überrascht, dass auch ein kommunales Unternehmen so betriebswirtschaftlich arbeitet.“ Darlehen über 440 000 Euro Entsprechend einstimmig genehmigte das Aufsichtsgremium ein Darlehen über 440 000 Euro. Dank der günstigen Zinsen zahlt der MZV dafür monatlich lediglich 275 Euro ab.

In der Summe enthalten sind nicht nur der Grundstückskauf, sondern auch die Kosten, um das derzeit stark bewachsene Gelände herzurichten. Außerdem stehen auf dem Wertstoffhof zusätzliche Ausbauarbeiten an.

Quelle: HNA

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