Größte Barriere: die Sprache

Strabag bereitet 14 Flüchtlinge auf Ausbildung vor

+
Größte Hürde ist die deutsche Sprache: 14 Flüchtlinge bereiten sich auf den Beginn ihrer Ausbildung bei der Strabag vor. Sie wollen Tiefbau-Facharbeiter und Baugeräteführer werden. Hinten im Bild Ausbilder Amadeus Seidel.

Bebra. Seit Mitte Januar läuft ein Pilotprojekt der Strabag AG, das Flüchtlinge auf eine Ausbildung als Tiefbaufacharbeiter oder Baumaschinengeräteführer vorbereiten soll.

14 junge Männer aus Somalia, Eritrea, Syrien und vielen anderen Ländern nehmen an dem Projekt teil. Dazu habe die Strabag eigens einen zusätzlichen Meister eingestellt, berichten die Ausbilder Firas Ajouri und Winfried Stein.

Das größte Problem sei die Sprache. Daher bekommen die jungen Männer an zwei Tagen pro Woche ausschließlich Deutschunterricht. Das praktische Arbeiten, Plastern oder Mauern sei kein Problem, aber die Theorie.

Vertrag wie alle anderen

Bis August sollen die Flüchtlinge in der Lage sein, die reguläre Ausbildung zu beginnen. Sie bekommen dann einen Ausbildungsvertrag, ebenso wie die anderen 25 bis 30 neuen Azubis, die aus dem gesamten Bundesgebiet nach Bebra kommen. Hier werden sie die ersten eineinhalb Jahre lernen und danach auf den Baustellen auch das operative Geschäft außerhalb der Lehrwerkstätten kennenlernen.

Der Strabag-Vorstand in Köln wollte angesichts der vielen Flüchtlinge etwas tun, erklären die Ausbildungsleiter. So werde man ab Oktober erneut bis zu 20 Flüchtlinge auf eine Ausbildung vorbereiten. Die Initiative Flüchtlingsintegration läuft in Zusammenarbeit mit der Lehrbaustelle des Bauhandwerks in Bebra, dem Bildungszentrum Bau Osthessen, zu dem auch Eschwege gehört. „Jeder Flüchtling mit Ausbildungsvertrag integriert sich und bezahlt Sozialabgaben, sagen die Ausbildungsleiter.

Im gesamten ersten Jahr wird es für die Flüchtlinge darauf ankommen, zunächst die deutsche Sprache zu lernen, damit sie später auch im Theorieunterricht mithalten können. Bis die jungen Männer eine Baustelle sehen, sind eineinhalb Jahre vergangen, erklärt Ajouri. Diese Zeit müsse man investieren

Einer der Flüchtlinge ist Ibrahim Ise Ahmed. Er ist aus Somalia nach Deutschland gekommen und hofft, bald arbeiten und Geld verdienen zu können. Seine Scheu, Deutsch zu sprechen, hat er schon weitgehend abgelegt und kann sich inzwischen gut verständigen.

Quelle: HNA

Mehr zum Thema

Kommentare