Bebra: Kindertagesstättengebühr soll um maximal sechs Euro angehoben werden

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Kindergarten Tabalugaland: Unser Foto zeigt die Kinder beim zuckerfreien Frühstück. Archivfoto: Hefter

Bebra. Die Kindergartengebühren in Bebra sollen erhöht werden. Daran geht nach zwölf Jahren Gebührenstabilität kein Weg vorbei, obwohl sich alle Fraktionen im Stadtparlament schwertun und gemeinsam um die beste Lösung ringen.

Favorisiert wird nach Informationen unserer Zeitung nun ein Modell, das sich an die Benutzungsgebühren der Nachbargemeinden anlehnt. Danach würde die Halbtags-Betreuung für Kinder ab drei Jahren bis zur Einschulung am Vormittag nach einem ersten Vorschlag 90 Euro kosten - bisher sind es 82 Euro.

Nachdem das Thema Gebührenerhöhung während der jüngsten Sitzung der Stadtverordneten Ende März vertagt worden war, haben sich die Fraktionen intensiv mit der heiklen Frage beschäftigt. Auch Eltern und Vertreter aus den Kindertagesstätten wurden einbezogen.

Zurzeit geht es offenbar nur noch um eine Erhöhung von maximal sechs auf 88 Euro pro Monat für Drei- bis Sechsjährige in der Halbtagsbetreuung. Die Fraktion Gemeinsam für Bebra würde die Gebühr für diese Kinder am liebsten gar nicht erhöhen, sondern wie die Schule kostenfrei anbieten.

Alle drei großen Fraktionen, also CDU, SPD und Gemeinsam für Bebra (Gfb), streben aber eine möglichst breite Mehrheit für den Beschluss an und verhandeln mit dem Ziel einer gemeinsamen Lösung.

Wahrscheinlich ist eine Regelung, die sich auf ein Papier aus der SPD-Fraktion stützt. Danach würde der Ganztagsplatz 150 Euro kosten, der Platz für den 2/3-Tag - also über Mittag - würde gebührentechnisch zwischen dem Halb- und dem Ganztagsplatz liegen. Die Kosten für das Mittagessen werden stets zusätzlich berechnet.

Das Papier sieht ferner für Kinder unter drei Jahren einen Aufschlag von zehn Prozent vor, für Kinder unter zwei Jahren von 20 Prozent.

Allgemein einig scheint man sich darüber zu sein, dass den Eltern flexiblere Zeiten geboten werden sollen. Die Halbtagsbetreuung würde dann zum Beispiel für fünf Stunden gelten, die 2/3-Betreuung für 5,5 bis 7 Stunden.

Gestern Abend trafen sich die Mitglieder der drei großen Fraktionen zur Abstimmung. Die Entscheidung fällt am Donnerstag ab 19 Uhr während der Stadtverordnetenversammlung im Rathaus. (ank)

Von allen drei großen Fraktionen wird immer wieder auf die Familienfreundlichkeit Bebras verwiesen, der die neue Gebührensatzung gerecht werden soll.

Quelle: HNA

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