Jugendzentrum Bebra soll in Brüder-Grimm-Schule ziehen

Bebra. Schon als im Jahr 1980 der Jugendclub Seifenblase in Bebra eröffnet wurde, waren andere Räume im Gespräch. Das Domizil an der Kasseler Straße sollte nur eine Übergangslösung für das Jugendzentrum sein. Sie dauerte 32 Jahre.

Jetzt muss das Juze endgültig raus aus den Räumen. Der Mietvertrag läuft zum Ende des Monats aus. Dann wird das Juze in zwei leer stehende städtische Wohnungen an der Bismarckstraße 12 einziehen. Auch das soll nur ein Provisorium sein, verspricht Bürgermeister Horst Groß (CDU). Zum Jahreswechsel soll das Jugendzentrum dann endgültig seine neuen Räume beziehen.

Schon länger ist klar, dass die Einrichtung an die Brüder-Grimm-Gesamtschule umziehen soll - dorthin, wo viele Jugendliche ohnehin schon ihre Freizeit verbringen. Denn das Gelände an der Kerschensteinerstraße hat mit Skateranlage, Bolzplatz und einigem mehr viel zu bieten.

Doch noch ist es nicht so weit. Die Stadt verhandelt aktuell mit dem Landkreis als Schulträger darüber, wie und wo genau im Schulgebäude das Jugendzentrum untergebracht werden soll. Die Verträge seien zwar noch nicht unterzeichnet, aber grundsätzlich seien sich beide Seiten einig, sagt Bürgermeister Groß.

Container sind vom Tisch

Er hatte bereits während der Oktober-Sitzung der Stadtverordnetenversammlung angekündigt, dass sich eine endgültige Lösung anbahne. Mehr wollte er da aber noch nicht sagen. Klar war aber bereits, dass die ursprünglich erwogene Containerlösung vom Tisch ist. Ein entsprechender Bauantrag sei zwar gestellt worden, aber die Umsetzung habe sich aufgrund äußerer Umstände verzögert, die die Stadt nicht zu verantworten habe.

Die Fraktion von Gemeinsam für Bebra hatte nachgefragt, wann das Jugendzentrum endlich an die Kerschensteinerstraße wechseln werde. Der Umzug war im städtischen Haushalt bereits für Ende August vorgesehen.

Dass es nun nicht so gekommen sei und auf die Containerlösung verzichtet werden könne, sei letztlich ein glücklicher Umstand, sagt Groß. Es sei besser, dass das Jugendzentrum ganz regulär in die Schule einziehen könne. Dass die Brüder-Grimm-Schule mit den umgebenden Anlagen der beste Standort sei, stehe zudem außer Frage.

Hintergrund: Kasseler Straße war nur Provisorium

Nichts ist so beständig wie ein Provisorium. Dieser Satz trifft auch auf das Jugendzentrum Bebra zu, das 1980 als Jugendclub Seifenblase eröffnet wurde. Die Räume in der ehemaligen Kreisberufsschule an der Ecke von Kasseler Straße und Bornweg waren als Übergangslösung gedacht, bis ein dauerhafter Platz gefunden ist.

Denn Räume in der Stadt sind nicht gerade ideal: Für die Jugendarbeit fehlt das große Außengelände, auf dem sich Jugendliche austoben können; außerdem muss Rücksicht auf die Nachbarn genommen werden. Der neue Standort an der Brüder-Grimm-Schule bietet beides: reichlich Freiraum und Abstand zu den Nachbarn.

Von Marcus Janz

Quelle: HNA

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