Bebra: Jugendzentrum ab Herbst an neuem Standort

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Auf dem Gelände an der Brüder-Grimm-Gesamtschule halten sich viele Jugendliche gerne auf: Rechts im Bild Jugendpfleger Johannes Barman, Lehrer Wolfgang Lißner und von der Stadtjugendpflege Uli Rathmann - von rechts.

Bebra. „Wir treffen uns immer hier“, sagt Mehmet Fellahoglu (16). Auf dem Gelände direkt neben der Brüder-Grimm-Gesamtschule spielen sie Fußball, chillen, andere toben sich auf dem Skateboard aus. Es gibt Bänke, viel Platz und keine Nachbarn, die sich gestört fühlen könnten.

Auch ins Jugendzentrum an der Kasseler Straße gehen sie gerne und loben Jugendarbeiter Johannes Barmann: „Der unterstützt uns auch bei den Hausaufgaben“, erklärt Lukas Özaslal (16). Im Jugendzentrum spielen auch Haydar Tak, Oliver Gorgos und Ömer Dapgin Kicker, Billard oder Poker, können ins Internet gehen und treffen vor allem immer einen Ansprechpartner an.

Jetzt soll das Jugendzentrum umziehen. Dorthin, wo sich die Jugendlichen ohnehin am liebsten aufhalten.

Schon lange gibt es eine intensive Kooperation zwischen der Stadtjugendpflege und der Schule, berichten Uli Rathmann und Johannes Barman sowie der stellvertretende Schulleiter, Manfred Brill, und Lehrer Wolfgang Lißner. Ein Beispiel ist das Streetsoccer-Turnier, das am Mittwoch unter Leitung von Lißner stattfand. Ihm ist es wichtig, dass man als Lehrer die Schüler auch mal in einem anderen Umfeld erleben kann. Der Streetsoccer-Platz ist ein gemeinsames Projekt von Stadt, Kreis und Schulträger.

„Die Jugendlichen sind hier, auch am Wochenende“, sagt Manfred Brill. „Da sollte auch eine jugendgerechte Betreuung hier sein.“ Alles beisammen zu haben, findet auch Haydar Tak (15) prima. Zumal auch noch Schulsozialarbeiterin Christina Kindler vor Ort ist.

Das Jugendzentrum an der Kasseler Straße ist in der Regel von 15 bis 21/22 Uhr geöffnet. Durchschnittlich wird es von etwa 25 Jugendlichen besucht, mehr Jungs als Mädchen. Diese kommen eher zum Filmabend freitags oder Dienstag zum Mädchentag.

Am neuen Standort an der Kerschensteiner Straße soll eine Containerlandschaft aufgestellt werden. Es gibt darin dann zwei Aufenthaltsräume, Küche, Büro und Toiletten. Großer Vorteil hier: „Man stört hier niemanden“, erklärt Manfred Brill. Die Schule versucht, jeden Tag nachmittags bis 16 Uhr ein Sportangebot zu machen. Danach ist dann die Jugendhilfe vor Ort. „Hier erreichen wir eine große Bandbreite von Jugendlichen, erläutert Uli Rathmann von der Stadtjugendpflege.

Bis zum Spätherbst soll das neue Jugendzentrum stehen. Rathmann spricht vom „i-Tüpfelchen“ der Zusammenarbeit mit der Schule. Man sei auch dem Kreis und dem Landrat dankbar, dass auf dem Gelände diese Möglichkeiten bekomme.

Quelle: HNA

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