CDU Bebra: Industriegebiet an Ortsumgehung anbinden

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Protest: Ein Lispenhäuser Landwirt hat auf seinem Acker das Schild aufgestellt. An dieser Stelle soll laut Planung die Ortsumgehung von der ursprünglichen B 83 über die Bahn zur Fuldaaue führen.

Bebra/Rotenburg. Eine Anbindung des Bebraer Industriegebietes West an die geplante Ortsumgehung Lispenhausen schlägt die CDU-Fraktion im Bebraer Stadtparlament vor.

Die Fraktion beantragt zur nächsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, 11. Oktober, dass sich der Magistrat mit den zuständigen Behörden in Verbindung setzt, um den Anschluss prüfen zu lassen. Der Magistrat soll sich für die Verwirklichung des Anschlusses einsetzen.

Die Christdemokraten versprechen sich davon eine enorme Entlastung des Verkehrs im Industriegebiet. Sie gehen davon aus, dass die Attraktivität des Industriegebietes dadurch steigen wird. Die bessere Erreichbarkeit der Betriebe würde zu Erweiterungen und zu Neuansiedlungen von Betrieben Anreize schaffen, begründet die CDU ihren Antrag.

Gewerbegebiet weiterentwickeln

Fraktionsvorsitzender Thorsten Bloß sieht in einer Anbindung des Gebietes keine Nachteile für Lispenhausen oder Rotenburg. Es sei „Blödsinn“, das Gebiet nicht anzuschließen. Die Anbindung sei der vernünftigste Weg. Bloß erwartet für Lispenhausen keine zusätzliche Belastung. Rotenburg und Bebra könnten sogar als Zubra-Kommunen das Gewerbegebiet gemeinsam weiterentwickeln.

Die aktuelle Diskussion um die Ortsumgehung versteht Bloß nicht, werde die Strecke doch schon seit Jahrzehnten gefordert. „Und jetzt, da einige persönlich betroffen sind, haben sie auf einmal ein Riesenproblem damit.“ Die Debatte hätte man bereits vor zehn Jahren führen müssen, meint der Fraktionsvorsitzende.

Ein Anschluss des Industriegebietes an die Ortsumgehung ist für Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald „weder Planungs- noch Interessensgegenstand“. Die beiden Anschlussstellen der Ortsumgehung seien in der Bürgerversammlung vorgestellt worden. Weitere seien nicht vorgesehen und würden von der Stadt Rotenburg auch nicht verfolgt, sagte Grunwald am Montag.

Auch bei der Planungsbehörde Hessen mobil hat man sich mit einem möglichen Anschluss des Industriegebietes nicht befasst, erklärte die zuständige Dezernentin, Anita Feder-Krantz, auf Anfrage.

Von Silke Schäfer-Marg

Quelle: HNA

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