Stadt Rotenburg senkt Grundstückspreise

Bauland gibt’s im Öko-Baugebiet jetzt billiger

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Blick auf das Rotenburger Öko-Baugebiet Am Alten Feld vom Dach der BKK-Akademie: Am linken Bildrand ist der Solarpark mit Fotovoltaikanlagen zu erkennen. Die letzten Grundstücke verkauft die Stadt jetzt billiger.

Rotenburg. Alles wird teurer, aber die Stadt Rotenburg senkt den Preis für Baugrundstücke. Der Grund: Im Öko-Baugebiet Am Alten Feld/Beethovenstraße sollen die letzten sieben städtischen Grundstücke verkauft werden.

Dafür müssen Häuslebauer jetzt nur noch 65 Euro statt zuvor 80 Euro pro Quadratmeter zahlen.

Mit dem neuen Preis dürfen die Grundstücke als Schnäppchen gelten. Denn in dem beliebten Wohngebiet gegenüber der BKK-Akademie oberhalb der Stadt wurden auch schon Grundstückspreise jenseits von 100 Euro pro Quadratmeter aufgerufen.

Mit der von der Rotenburger Stadtverordnetenversammlung gebilligten Preisreduzierung für die städtischen Baugrundstücke „hoffen wir, dass wir die Flächen jetzt gut an den Mann bringen“, sagt Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald (CDU). Zwei Interessenten für die jeweils zwischen 466 und 784 Quadratmeter großen Grundstücke gebe es bereits.

Bis auf die jetzt zum reduzierten Preis angebotenen Restflächen sind alle Baugrundstücke in dem schon seit Jahren voll erschlossenen Baugebiet verkauft und auch bebaut. Die Wohnstadt hat dort auch gefragte Sozialwohnungen in Reihenhaus-Bauweise errichtet.

Bauauflagen gibt es in dem Öko-Baugebiet nicht. Zwar ist von den Bauherrn erwünscht, dass die Wohnhäuser zur Wärmeversorgung an das dortige Blockheizkraftwerk angeschlossen werden. Eine Verpflichtung dazu gibt es aber nicht. Bei den bereits fertiggestellten Häusern wurden von der Stadt auch mit Gas oder Holzpellets betriebene Heizungsanlagen akzeptiert.

Zum Baugebiet zählte ursprünglich auch die oberhalb der Häuser gelegene Fläche, auf der ein Solarpark entstanden ist. Weil die dort installierten, nachgeführten Fotovoltaikanlagen noch viele Jahren Nutzungsdauer vor sich haben, wird dort wahrscheinlich nicht mehr gebaut..

Auch im Stadtteil Lispenhausen gibt es für zwei Bauplätze an der Straße „Im Gässchen“ jetzt günstigere Preise, berichtet Grunwald. Die Stadt senkt den Preis von bisher 60 auf 50 Euro pro Quadratmeter und hofft damit auf mehr Vermarktungserfolg. Auf den Grundstücken stehen allerdings noch zwei städtische Mehrfamilienhäuser, die als nicht mehr vermietbar gelten und vermutlich abgerissen werden müssen.

Von Jörg Steinbach

Quelle: HNA

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