Einstimmiges Ergebnis

Barbara Glaser (CDU) steht Rotenburger Parlament vor

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Barbara Glaser, die neue Stadtverordnetenvorsteherin.

Rotenburg. Das neue Rotenburger Stadtparlament startete am Donnerstag in die Wahlperiode wie das alte seine Amtszeit beendet hatte: in schöner Eintracht. Einstimmig bestimmten die Stadtverordneten Barbara Glaser zu ihrer Vorsteherin.

Die 67-jährige Programmiererin aus Braach gehört dem Parlament bereits seit 1977 an und vertritt die CDU. Sie erwies in ihrer kurzen Ansprache ihrem Vorgänger Klaus Troch (SPD) ihre Referenz und erntete dafür kräftigen Applaus von allen Stadtverordneten: Troch, der nun dem Magistrat angehört, habe sein Amt loyal, sachlich und überparteilich ausgeübt. Glaser appellierte an das Parlament, die „nahezu vorbildliche kontruktive Zusammenarbeit“ fortzusetzen.

Zu ihren Stellvertretern wurden - in dieser Reihenfolge - bestimmt: Christiane Ringer (SPD), Hartmut Grünewald (UBR), Heinz Schlegel (CDU) und Reiner Wollrath (SPD).

Ganz so glatt ging es allerdings nicht weiter: Gegen die Stimmen von SPD und des neuen FDP-Vertreter Holger Meimbresse setzten CDU und UBR durch, dass es künftig nur noch zwei statt vier Ausschüsse geben wird, die die Parlamentssitzungen vorbereiten sollen. Gestrichen wurden der Bau- und Planungsausschuss und der Forstausschuss. Es bleiben Haupt- und Finanzausschuss und Sozialausschuss. CDU-Fraktionsvorsitzender Jonas Rudolph hatte den Antrag auf Streichung damit begründet, dass man so effektiver und konstruktiver arbeiten könne.

SPD-Fraktionsvorsitzender Volker Heise befand dagegen, dass gerade die Arbeit in den Ausschüssen für neue Stadtverordnete wichtig sei, weil sie dort Hintergrundwissen erhielten. Außerdem stünden in der Stadt wichtige Projekte an, für die der Bau- und Planungsausschuss unentbehrlich sei. Heise nannte den Neubau des Feuerwehrgerätehauses und das City-Outlet, das hoffentlich kommen werde, und für das die Verkehrs- und Parkplanung geleistet werden müsse. Außerdem sei es besser, die Arbeit auf viele Schultern zu verteilen, statt zwei Mega-Ausschüsse einzurichten. Einstimmig entschied das Stadtparlament, dass die Kommunalwahl gültig ist. Wahlleiter Helmut Hartmann hatte zuvor berichtet, dass keine Einsprüche eingegangen seien. Er dankte nocheinmal den 180 Bürgern, die in den Wahlvorständen für einen reibungslosen Ablauf der Wahl gesorgt hätten.

Der neue Magistrat setzt sich wie folgt zusammen: Erste Stadträtin ist erneut Ursula Ender (CDU). Weiter gehören Friedhelm Wollenhaupt und Dietrich Both (CDU), Klaus Troch, Elvira Walter-Rosner, Dieter Stricker (alle SPD) sowie Karin Kupsch und Christian Kusche (beide UBR) dem Gremium an. Bürgermeister Christian Grunwald (CDU) steht dem Magistrat vor.

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Quelle: HNA

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