50 Sportler nehmen am Feriencamp für Handballer des Vereins „Ballkids“ teil

Ballkinder bleiben am Ball

Hoch hinaus: 50 „Ballkinder“ nehmen an dem Handballtraining mit Ferienlager-Atmosphäre teil, um ihre Techniken zu verbessern und Spaß miteinander zu haben. Fotos: Dräger

Rotenburg. Sohlen quietschen auf dem Hallenboden, die Haare fliegen, während der Ball von einem zum anderen wandert. Die Gesichter sind verschwitzt. 18 „Ballkids“, übersetzt Ballkinder, trainieren gerade in der Rotenburger Großsporthalle das Zuspiel. Sie alle sind Teilnehmer des Handball-Camps.

„Bei uns steht der Spaß im Vordergrund“, sagt Marko Wallschläger vom Verein „Ballkids“ aus Dessau (Sachsen-Anhalt), der die Jugendlichen trainiert. Die Kinder werden zwar nach ihrem Leistungsniveau und ihrem Alter eingeteilt, dennoch wird darauf geachtet, dass sie nicht von ihren Freunden getrennt werden.

Aufwärmen und Technik

Aufwärmen, Wurftechniken, Sprungtechniken, Passen, Abwehr und Angriff stehen auf dem Trainingsplan. „Die Kondition brauchen wir nicht zu trainieren. Die Kinder sind zweimal am Tag in der Halle“, sagt der B-Jugend-Trainer, der von allen Walli genannt wird. Von 9.30 Uhr bis 13 Uhr trainieren die Handballer, dann gibt es eine Mittagspause. Um 15 Uhr geht es dann weiter. „Abends machen wir immer noch ein gemischtes Spiel“, sagt Ben Zimdahl, der selbst vier Jahre lang am Camp teilnahm und jetzt als Betreuer dabei ist.

In den ersten zwei Tagen des einwöchigen Camps haben die Spieler schon eine Menge gelernt: „Ich habe meine Sprungtechnik verbessert“, sagt Christopher Bachmann. Er könne gezielter werfen, meint Simon Born. „Meine Reflexe sind besser geworden“, fügt Marwin Heuer hinzu. Während Marko Wallschläger die Älteren trainiert, kümmert sich Sebastian Mooshauer bis mittags um die jüngeren Schützlinge. Dann ist die dritte Gruppe an der Reihe.

Im Training Gas geben

Die 50 „Ballkinder“ kommen aus Thüringen, Niedersachsen, Baden Württemberg und Hessen, davon sind einige auch aus Rotenburg. „In den ersten zwei Tagen geben wir beim Training Gas, dann wird es weniger“, sagt Wallschläger, denn schließlich wäre das auch ein Feriencamp. Vor vier Jahren hat Ingo Hoppach die Ferien für Handballer nach Rotenburg geholt. Sein Sohn war in Sachsen-Anhalt auf einen Camp von Marko Wallschläger. So kam der Kontakt zur TG Rotenburg zustande und das Handballferienlager in die Fuldastadt.

Abends geht es mit dem Unterhaltungsprogramm im Jugendhof weiter, wo die Sportler untergebracht sind. Es wird ein Discoabend veranstaltet, ebenso wie ein Kinobesuch oder Spiele, wie mit dem Mund Münzen aus einer Schale mit Mehl zu holen.

Mr. und Mrs. Rotenburg

„Wir küren auch immer Mister und Misses Rotenburg“, erzählt Ben Zimdahl. Dafür würden sich in der Disco Paare zusammenfinden. Diese tanzen miteinander und das beste Paar wird am Ende Mister und Misses Rotenburg.

Und das kommt an: „100 Sportler nehmen in diesem Jahr an den drei Camps in Rotenburg teil“, sagt Wallschläger. Das sei eine gute Zahl und ein toller Erfolg.

Von Magdalena Dräger

Quelle: HNA

Kommentare