Waggons nach Süddeutschland abtransportiert

Bahnunfall in Bebra: Weiche war nicht defekt

Bebra. Ein technischer Defekt an einem Güterwaggon hat den Bahnunfall im Bebraer Bahnhof am Montagabend ausgelöst. Vermutet worden war das schon früh – nach Aussagen von Klaus Arend, dem Sprecher der Bundespolizei in Kassel, steht das nach den Untersuchungen des Dienstags fest.

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„Die Weiche, an der die Waggons entgleist sind, war einwandfrei in Ordnung“, bestätigte Arend.

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Die Waggons des unbeladenen Güterzugs, der einem privaten Transportunternehmen aus Bad Honnef und nicht der Deutschen Bahn gehörte, waren an der Weiche aus den Schienen gesprungen und hatten unter anderem einen Sicherheitsmasten umgerissen. Dieser stürzte auf die Oberleitung und verursachte einen Kurzschluss, wodurch der Zug mehrere hundert Meter weiter endgültig zum Stehen kam – wir berichteten.

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Bis gegen 18 Uhr am Dienstag waren Arbeiter mit zwei Spezialkränen damit beschäftigt, die aus den Schienen gesprungenen Waggons wieder auf die Gleise zu heben. Mittlerweile wurden diese von einer Lok aus dem Bahnhof in Richtung ihres Bestimmungsorts in Süddeutschland gezogen.

Weil neben der Oberleitung und einem Sicherungskasten auch zahlreiche Bahnschwellen beschädigt sind, steht die genaue Schadenssumme, bislang auf eine knappe Million Euro taxiert, noch nicht fest, erklärte Klaus Arend. (rai)

Quelle: HNA

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