Pendlerzüge nach Frankfurt fallen weiter aus

Bahnstreik in Hersfeld-Rotenburg: Auswirkungen bis Freitag

+
Haben am Bahnhof Bebra das Streikbüro eingerichtet: Thomas Mühlhausen (links) und Ralf Tann von der GDL-Ortsgruppe Bebra, die für den ganzen Kreis Hersfeld-Rotenburg zuständig ist.

Bebra/Bad Hersfeld. Der Streik der Lokführer hat am Mittwoch den Bahn-Fernverkehr im Kreis Hersfeld-Rotenburg weitgehend lahmgelegt.

Auch Pendler in die Rhein-Main-Region sind von dem Ausstand der GDL betroffen, der noch bis Donnerstagabend dauert.

Am Bahnhof in Bad Hersfeld herrschte am ersten Streiktag große Gelassenheit. "Die Kunden haben sich darauf eingestellt", hieß es im Reisezentrum. Um eventuellem Informations- und Gesprächsbedarf der Reisenden gerecht zu werden, hatte die Bahn hier sogar zusätzliches Personal eingesetzt.

Doch es blieb ruhig: Die Cantus-Bahnen nach Fulda, Kassel und Göttingen fuhren wie gewohnt, denn das private Bahnunternehmen wird nicht bestreikt. Dafür fuhren die IC- und ICE-Züge Richtung Osten und zum Frankfurter Flughafen bis auf ganz wenige Ausnahmen gar nicht.

So sah es auch in Bebra aus: Die IC und ICE nach Dresden und Düsseldorf wurden im Notfallfahrplan der Bahn ebenso gestrichen wie der Pendler-Intercity und der Regionalexpress nach Frankfurt.

Am Donnerstag dürfte es ähnlich aussehen, denn im Personenverkehr will die Gewerkschaft der Lokführer bis 21 Uhr, streiken. Die Auswirkungen dürften aber auch noch am Freitag zu spüren sein, denn es ist fraglich, ob Züge und Personal überall wieder rechtzeitig zur Verfügung stehen.

Bahnhof Bebra steht voll

Auch der Güterverkehr wird bestreikt, sogar bis Freitagmorgen, 9 Uhr. "Der Bahnhof Bebra steht voll", sagt Patrick Rehn vom Vorstand der GDL-Ortsgruppe Bebra. Aufgrund eines hohen Altersdurchschnitts könne die Bahn in der Region zwar viele verbeamtete Lokführer einsetzen. Doch nicht jeder Kollege sei für alle Lok-Baureihen zugelassen und mit jeder Strecke bekannt. Die Güterzüge seien aber vor allem im Bereich des Rangierbahnhofs geparkt. Die Hauptgleise für den durchgehenden Verkehr bleiben frei, erklärt Rehn. (ks/mcj)

Lesen Sie auch:  Lokführer-Streik: Was Sie wissen sollten, wie Sie ans Ziel kommen

Quelle: HNA

Kommentare