Bahnhofsvorplatz in Bebra soll in einem Jahr fertig sein

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Bebra. Noch im Oktober sollen die Bauarbeiten für den neuen Bahnhofsvorplatz in Bebra beginnen. Der Baustart hatte sich verschoben, weil man noch auf einen Förderbescheid warten musste, der nun in der vergangenen Woche eingetroffen ist.

Damit liegt die Zusage der Förderung von insgesamt drei Millionen Euro Baukosten vor. So viel sind für die Tiefbauarbeiten, das neue Servicegebäude und zwei Dächer in Glas-Stahl-Konstruktion über dem Bahnhofszugang und über dem Zentralen Busbahnhof (ZOB) vorgesehen. Das Land Hessen fördert das Projekt voraussichtlich mit rund 2,25 Millionen Euro, erklärte der Bebraer Bauamtsleiter Patrick Schuster.

3-D-Animation: Im linken Bereich ist der Aufzug auf dem neuen Bahnhofsvorplatz zu sehen. Er soll für mehr Barrierefreiheit sorgen.

In etwa einem Jahr soll der Bahnhofsvorplatz auf der zur Stadt hin gelegenen Seite des Bahnhofs sein neues Gesicht zeigen, das mit dem alten nichts mehr gemeinsam hat. So wird der Hauptzugang – derzeit provisorisch eine sehr steile Treppe – etwa dreimal so lang wie bisher sein, um den Höhenunterschied in die Unterführung zu überwinden. Auch ein Podest ist auf einer Zwischenebene geplant. Von der Seite der Spardabank aus wird eine lange Rampe einen Zugang ohne Treppen erlauben, eine weitere Treppe sowie ein Aufzug stehen später in Richtung ZOB zur Verfügung. Hier wird auch ein Servicegebäude gebaut. Darin werden Fahrkarten verkauft, es sollen Reisebedarf, Kaffee und anderes mehr angeboten werden. Vor diesem Gebäude ist Platz zum Aufenthalt. Auch eine digitale Fahrgastinformation mit den Abfahrtszeiten und Bahnsteigen von Bussen, Cantus und den DB-Zügen ist vorgesehen. 

Als nächstes werden die Arbeiten ausgeschrieben. Gebaut werden soll möglichst auch über den Winter. Ursprünglich sollte der Vorplatz Anfang 2017 fertig werden, doch dazu fehlte die Zusage der Förderung für die Glasdächer und das Servicegebäude.


Auch die Ostseite bis 2017

Mit dem Bau des Bahnhofsvorplatzes beginnt der letzte Teil der Arbeiten auf der Stadtseite (Westen). Dazu gehören die neue Straßenführung, die sogenannte Südspange mit dem Röse-Kreisel und dem Nord-Kreisel am Dänischen Bettenlager. Ebenso zählen die Parkplätze an der Spardabank und auf der Stadtseite dazu. 

Auch die Bahnhofsostseite soll noch 2017 fertig, der P+R-Parkplatz dort an die Thomas-Mann-Straße angebunden werden. Insgesamt werden dann 277 Parkplätze zur Verfügung stehen. Von der Stadtseite aus gesehen wird vor dem Lokschuppen ein Weg vom P + R-Ost zum dortigen Fahrstuhl führen – alles wird barrierefrei erreichbar sein. 

Was der neue Bahnhofsvorplatz noch zu bieten haben wird, das lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Rotenburg-Bebraer Allgemeine und im E-Paper.

Quelle: HNA

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