Bahnhof: Baubeginn Südtangente II und Nordkreisel

Hier geht es in wenigen Monaten einfach geradeaus weiter - ohne den Schlenker nach links, den der grüne Polo jetzt nehmen muss. Fotos:  Schankweiler-Ziermann

Bebra. Ab Anfang nächster Woche sollen die Bauarbeiten für den zweiten Bauabschnitt der Südtangente und den Nordkreisel sowie den Zentralen Omnibus-Bahnhof (ZOB) in Bebra beginnen. Das teilte Bauamtsleiter Manfred Klöpfel auf Anfrage mit. Der Auftrag ging kurz vor Jahresende an die Firma Küllmer aus Wehretal, die auch schon den Röse-Kreisel gebaut hat.

Bis zum 24. September, einen Tag vor Eröffnung des Handelszentrums, sollen die Arbeiten für das Zwei-Millionen-Projekt abgeschlossen sein. Die Südtangente, deren erster Bauabschnitt vom Röse-Kreisel hoch zum Bahnhof führt, wird im zweiten Bauabschnitt östlich der bisherigen Bahnhofstraße und tiefer als bisher verlaufen: dort entlang, wo vorher das Zollgebäude stand. Im Bereich der jetzigen Bahnhofstraße entstehen Parkplätze. Der neue Nordkreisel wird dort entstehen, wo jetzt die Bahnhofstraße auf die Gilfershäuser Straße trifft.

Bahnhofsvorplatz

Auch der Bahnhof wird zurzeit für rund zehn Millionen Euro modernisiert und barrierefrei ausgebaut. Inzwischen gibt es auch erstmals Toiletten am Bahnhofsvorplatz, zunächst provisorisch. Wo die Toiletten künftig sein werden, steht noch nicht fest. Sie könnten unter einer geplanten neuen DB-Agentur samt Kiosk am neuen Bahnhofsvorplatz und auf dem Niveau der Fußgängerunterführung gebaut werden.

Denkbar wäre aber auch ein Verzicht auf diese Anlage und die Ansiedlung im Inselgebäude, dessen Zukunft noch nicht geklärt ist. Am Mittwoch, 22. Januar, ab 18 Uhr ist dies Thema in einer gemeinsamen Sitzung der drei Bebraer Ausschüsse im Rathaussitzungssaal. Sie tagen öffentlich. In der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, 30. Januar, ab 18 Uhr in der Aula des Beruflichen Gymnasiums wird dann entschieden, wie es mit dem Inselgebäude, dem Lokschuppen II und den weiteren Baulichkeiten auf dem Bahnhofsgelände weitergeht.

Anbindung an Unterführung

Offen ist auch nach wie vor, wie der Bahnbofsvorplatz an die tiefer liegende Bahnhofsunterführung angebunden werden soll. Infrage kommen eine Rampe oder ein Aufzug. Problem ist, dass nur beschränkt Platz zur Verfügung steht. Eine Entscheidung müsste hier bis Ostern fallen, erklärte Bauamtsleiter Manfred Klöpfel.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

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