Gewerkschaft fordert neue Personalplanung: „Bahn-Aktionen stopfen nur Löcher“

Bebra. Eine Aufstockung des Personals von 14 auf mindestens 18 Mitarbeiter sei im Stellwerk Bebra erforderlich. Das haben die Beschäftigten des Stellwerks laut Geschäftsführer der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Andreas Güth, bei seinem Besuch in Bebra erklärt.

Nur dann sei gewährleistet, dass aufgelaufene Überstunden und nicht genommener Urlaub abgebaut werden könnten und der Betrieb nicht weiter nachhaltig gestört werde. Das, was die Bahn bislang getan habe um die Situation im Stellwerk Bebra zu verbessern, stopfte nur kurzfristig die Löcher, um Schlimmeres zu verhindern.

Die Bahn habe erklärt, die „Reset“- Taste beim Thema Personalplanung zu drücken, sagte Güth weiter. Man habe sich verpflichtet, mit Betriebsräten und Beschäftigten die aktuelle Situation zu erörtern und gemeinschaftlich die Personalplanung zu überprüfen.

„Für mich bedeutet dies, sowohl Überstunden, Urlaubsrückstand und einen tatsächlich vorhandenen Krankenstand zu berücksichtigen. Dies gilt natürlich für ganz Nordhessen. Es muss Schluss damit sein, dass der Wunsch des Arbeitgebers, Kosteneinsparungen umzusetzen, beim Thema Personalplanung vorherrschende Richtschnur ist.“

Die ersten Schritte zur Entlastung der Beschäftigten seien eingeleitet. Weitere Schritte müssten folgen, betont Güth. (red/ank)

Quelle: HNA

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