Seit 15 Jahren pflanzen Eltern für ihre Kinder

250 Obstbäume sind Wegbegleiter für Neugeborene in Nentershausen

+
Ein Bäumchen für Nick: Um das zu pflanzen, griff Nico Bornschier zum Spaten. Seine Partnerin Tamara Vollmer und Oma Petera Bornschier leisteten Gesellschaft.

Nentershausen. 250 Lebensbäume wachsen schon rund um Nentershausen, Obstbäume, die Eltern für ihre Neugeborenen gepflanzt haben. Am Samstag setzten Eltern die Tradition fort.

Fünfzehn Jahre ist es her, dass Eltern aus der Gemeinde Nentershausen für ihre Neugeborenen die ersten Lebensbäume pflanzten. Die Idee, umgesetzt vom Umwelt- und Naturschutzverein, hat Früchte getragen, im wahrsten Sinne des Wortes. 257 Obstbäume wachsen inzwischen auf den Wiesen rund um den Ort und seine Ortsteile, und mit den Bäumen sind auch zahlreiche Kinder groß geworden.

So wie Laura: Sie gehört zu den Kindern der ersten Lebensbaum-Generation und war am Ostersamstag dabei, als der Tradition gemäß wieder Lebensbäume gepflanzt wurden, und zwar am Anspannsberg vor Nentershausen. Diesmal ist sie dabei als Patentante der kleinen Johanna. Am 16. August vergangenen Jahres wurde Johanna geboren, und für sie wird heute ein Apfelbaum, Sorte „Kaiser Wilhelm“, in die Erde gesetzt.

Pflanzaktion mit vielen Helfern und Gästen: Am Anspannsberg bei Nentershausen wurden am Samstag Lebensbäume gepflanzt. Karl-Heinz Berndt, ganz links, rief die Aktion vor 15 Jahren ins Leben. 

Johannas Papa Christoph Klein hat Erfahrung. Für Sohn Julian haben er und seineFrau Katrin vor drei Jahren bereits einen Baum gepflanzt. Christoph Klein zeigt in Richtung der Häuser: Dort, hinter dem Ölberg, wächst der Baum und erhält regelmäßig Besuch von der Familie. An Ostern schmücken die Eltern ihn mit Ostereiern. „Heute haben wir Glück“, sagt Christoph Klein, während er den Spaten in die Erde drückt. Es hat letzte Nacht geregnet, der Boden ist weich.

Einige Dutzend Kinder und Erwachsene sind heute am Anspannsberg unterwegs. Acht Bäume werden gepflanzt, von Eltern oder Großeltern, und viele Freunde und Verwandte wohnen der Aktion bei.

Wie viel liebevolle Vorbereitung die Aktion braucht, die Karl-Heinz Berndt betreut, lesen Sie in unserer gedruckten Dienstagausgabe.

Quelle: HNA

Kommentare