Trotz ungebetener Gäste waren die Weinfreunde mit ihrer Ernte sehr zufrieden

Bären klauten Trauben

Die Arbeit hat sich gelohnt: Die Rotenburger Weinfreunde nach der Lese mit einem kleinen Teil ihrer Ernte. Foto: Dupont

Rotenburg. Etwa eine Tonne Trauben haben die Mitglieder des Vereins Rotenburger Weinfreunde gesammelt. Sie trafen sich am Samstagvormittag zur jährlichen Lese am Rotenburger Weinberg. „Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden.“ Da sind sich der Vorsitzende des Vereins, Heinrich Wacker, und Artur Pflanz einig.

Allerdings hingen ursprünglich etwa 1,2 Tonnen Trauben an den Reben. 200 Kilogramm haben andere Traubenfreunde vernascht: die Waschbären.

Sie ließen sich von den Netzen um die Weinstöcke herum nicht stören, krabbelten unten drunter durch oder stiegen drüber. Und dann holten sie sich die süße Kost. Offensichtlich waren auch sie der Meinung, dass die Zeit der Ernte gekommen ist. Und geschmeckt haben sie ihnen wohl auch, sonst hätten sie nicht so viel geklaut.

„Die Waschbären waren vor allem in den vergangenen zwei Wochen im Weinberg“, berichten die Weinfreunde. Im kommenden Jahr sollen die edlen Trauben noch besser vor Räubern geschützt werden.

In zwei Stunden hatten die fleißigen Hände von 50 Weinfreunden die süßen Früchtchen gepflückt. Sie ernten am Teufelsberg die Sorten Regent für den Rotwein und Grauburgunder für den Weißwein.

„Der Weinberg wird biologisch bewirtschaftet. Krankheiten gibt es nicht. Blätter und Trauben sind gesund“, berichten Wacker und Pflanz.

Ein Transporter hat die süße Fracht – etwa so viel wie im vergangenen Jahr – zu einem Winzer in Rheinhessen gebracht.

Die Weinfreunde können sich Mitte 2013 auf etwa 1300 Flaschen Wein freuen.

Von René Dupont

Quelle: HNA

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