Gymnasium ist weiterhin gefragt, viele neue Integrationsklassen

Azubimangel trifft die Beruflichen Schulen

Bebra. Die Schülerzahlen an den Beruflichen Schulen im Schulamtsbezirk sind rückläufig: Ende 2015 besuchten 6700 Schülerinnen und Schüler die Beruflichen Schulen in den Kreisen Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner. Ende Dezember 2014 waren es noch 120 Schüler mehr gewesen. Weniger Teilzeit-Berufsschüler gibt es vor allem in Werra-Meißner, 126 an der Zahl, in Hersfeld-Rotenburg sind es nur sechs weniger.

Gerhard Finke vom Staatlichen Schulamt, das für beide Kreise zuständig ist, weist darauf hin, dass im Gegenzug die Zahl der Vollzeitschüler in Werra-Meißner um 70 gestiegen ist, in Hersfeld-Rotenburg dagegen gibt es fast 60 Schüler weniger in den Vollzeitklassen. Finke und Schulamtsleiterin Anita Hofmann erläuterten, dass Schüler, die keinen Ausbildungsplatz bekämen, länger die Vollzeit-Schulformen besuchten.

In fast allen Berufen sinken die Zahlen der Auszubildenden. Am stärksten betroffen sind die Gastronomie, verarbeitendes Gewerbe und der Einzelhandel, erklärte Anette Kammerzell-Schuchert, zurzeit von der Modellschule Obersberg Bad Hersfeld (MSO) ans Staatliche Schulamt abgeordnet.

Sehr gefragt sind nach wie vor die Beruflichen Gymnasien in Bebra mit über 250 Schülern, Eschwege (über 270) und Witzenhausen (210) mit jeweils drei Schwerpunkten: Wirtschaft bieten alle drei, Bebra zudem Mechatronik sowie Gestaltungs- und Medientechnik, Eschwege Gesundheit und Elektrotechnik/EDV sowie Witzenhausen Mechatronik und Biologietechnik. Damit werde ein breites Spektrum in der Region geboten, erklärte Finke.

Wöchentlich wächst die Zahl der Schüler in den neuen Klassen „Integration und Abschluss“, kurz InteA, die von Flüchtlingen besucht werden. Anfang März waren 90 Schüler an den Beruflichen Schulen in Bad Hersfeld, 50 in Eschwege und über 55 in Witzenhausen.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Kommentare