Seit 2001 nicht mehr planungsrechtlich korrekt gewesen

Autohandel gesichert: Parlament beschließt geänderten Bebauungsplan

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Ein Automeer: An der Göttinger Straße zwischen zwei Tunneln ist zum Be- und Entladen von mit Autos beladenen Lkw nicht viel Platz. 

Bebra. Der Autohandel an der Göttinger Straße in Bebra kann sich weiter entwickeln.

Dazu gibt es nun auch einen entsprechenden Bebauungsplan. Die Stadtverordneten Bebras beschlossen die Änderung des Plans mit großer Mehrheit, aber mit längerer Diskussion.

Die Fläche war ursprünglich von der Post genutzt worden. 2001 war dann ein Gewerbebetrieb für Autohandel genehmigt worden, die Nutzung entsprach aber nicht mehr den planungsrechtlichen Grundlagen. Der Handel florierte in den vergangenen Jahren und will nun auch eine Halle zur Autoaufbereitung bauen.

„Wir haben das zu lange laufen lassen“, meinte Volkmar Hanf (Gemeinsam für Bebra/GfB). Der Beschlus sei ein Signal an den Händler, dass er weitermachen könne, trotz der Enge zwischen den beiden Tunneln an der Göttinger Straße und dem Bach auf der Rückseite der Fläche. Hanf sprach sich dafür aus, dass der Händler an anderer Stelle im Industriegebiet erweitern könne.

Dieser Meinung war auch Klaus Reifschneider (FWG). Der Autohandel passe nicht in das Wohngebiet. Das Be- und Entladen der Lastwagen sei ein Problem.

Durch den vorherigen Nutzer, der Post, sei das Gebiet schon immer Gewerbegebiet gewesen, meinte hingegen Bernd Holzhauer (SPD) „Wir haben A gesagt und müssen jetzt auch B sagen.“ Holzhauer warb um Unterstützung des Bebraer Unternehmers und ergänzte, auch die Anwohner sähen das Problem „nicht so krass“.

Firma bildet aus

Horst Taube (CDU) erinnerte daran, dass die Stadt nach Weggang der Post froh gewesen sei, dass das Gebiet weiter gewerblich genutzt wurde. Er freue sich, dass die Firma expandiere und ausbilde. Der Händler bemühe sich, die Beeinträchtigung möglichst gering zu halten, betonte auch Ulrich Völke (GfB).

Der geänderte Bebauungsplan wurde schließlich mit 27 Ja-Stimmen und fünf Gegenstimmen beschlossen.

Quelle: HNA

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