Ausverkauf in den waldhessischen Schlecker-Filialen

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Aus für Schlecker: Die Filiale am Steinweg 28 in Rotenburg schließt am 29. Juni. Kundin Conny Möller (Bild) aus Rotenburg-Braach bedauert wie viele die Schließung und den Verlust der Einkaufsmöglichkeiten und der Arbeitsplätze.

Hersfeld-Rotenburg. Ausverkauf bei Schlecker: Gestern wurde in den Filialen der Drogeriemarkt-Kette im Kreis Hersfeld-Rotenburg die Schließung vorbereitet.

Ende Juni ist wohl für die verbliebenen Läden Schluss, der Konzern wird zerschlagen. Nur für die großen, im Kreis nicht vertretenen Schlecker XL-Filialen und die Filialen der Konzerntochter „Ihr Platz“ geht es durch Übernahmen wahrscheinlich weiter.

Schlecker hatte nach der Insolvenz bereits im März sechs Filialen im Kreis geschlossen. Betroffen waren die Geschäfte an der Mündershäuser Straße in Rotenburg, an der Badestube in Bad Hersfeld sowie in Friedewald, Kirchheim, Ludwigsau und Philippsthal. Demnächst ist auch in Alheim, Heringen, Niederaula, Schenklengsfeld und Wildeck Schluss.

Einst mehr als 20 Drogeriemärkte

Einst gab es in der Region mehr als 20 Drogeriemärkte des Unternehmens, jetzt bleiben wohl nur die beiden „Ihr Platz“-Filialen in Rotenburg und Bad Hersfeld erhalten.

Bei Schlecker in Rotenburg am Steinweg standen Kunden gestern Schlange, um 30 Prozent billiger einzukaufen. Einzelartikel sind um 50 Prozent reduziert. Die Filiale wird am 29. Juni geschlossen. Fünf Mitarbeiterinnen werden ihre Jobs verlieren. In Hessen sind 1000 Schlecker-Beschäftigte - überwiegend Frauen - betroffen, bundesweit verlieren 25 000 ihre Arbeitsplätze. (ach)

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Quelle: HNA

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