Unternehmen suchen Bewerber

239 Ausbildungsstellen sind im Landkreis Hersfeld-Rotenburg noch unbesetzt

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Hilfe bei der Suche: Im Berufsinformations-Zentrum (BiZ) in der Bad Hersfelder Agentur für Arbeit gibt es Rat in Sachen Berufswahl. Mitarbeiterin Tanja Ullrich surft auf unserem Foto durch das umfangreiche Angebot. Dahinter im Bild Rainer Stampe, Sachbearbeiter im BiZ, rechts daneben Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda.

Hersfeld-Rotenburg. Betriebe und Unternehmen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg suchen auch zum morgigen Beginn des neuen Ausbildungsjahres noch händeringend nach Bewerbern. Laut jüngster Monatsstatistik der Agentur für Arbeit waren von 924 gemeldeten Stellen im Juli noch 239 unbesetzt.

Demgegenüber stehen 228 Bewerber von insgesamt 863 Suchenden, die noch keine Ausbildungsstelle gefunden haben.

„Die Zahlen zeigen, dass sich der Markt verändert hat“, berichtet Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda. Für Betriebe werde es zunehmend schwieriger, Auszubildende zu finden. „Selbst in Branchen, in denen früher an Ostern schon alles besetzt war, sind inzwischen auch jetzt noch Stellen zu haben“, weiß der Agentur-Chef.

Grund dafür sei die seit Jahren stabile Konjunktur, die auf dem Arbeitsmarkt angekommen sei und sinkende Jahrgangszahlen bei den Schulabgängern, die die Ausbildungsbereitschaft in den Betrieben hochhalte. „Wir erleben so etwas wie das Auftaktspiel zum Demografischen Wandel“, erklärt der 51-Jährige.

Insbesondere in Handwerksberufen seien noch viele Stellen offen. „Besonders fehlt es an Bewerbern bei Bäckern, Fleischern, Frisören, Malern- und Lackierern sowie im Bauhandwerk“, berichtet auch Dirk Bohn, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft.

Flexibler gehandhabt würden auch Bewerbungsfristen: „Das Ausbildungsjahr beginnt ja in der Regel zum 1. August beziehungsweise zum 1. September, aber mindestens bis Ende September können Nachzügler noch in die Ausbildung starten“, sagt Dombrowski. Wer also noch nach einer Stelle suche, habe auch jetzt noch gute Chancen: „In allen Bereichen ist noch etwas möglich“, weiß Dombrowski, der allerdings dazu aufruft „sich zu sputen“.

Von Peter Gottbehüt 

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Quelle: HNA

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