Auftakt zur Kirmes in Bebra: Feiern, tanzen, erinnern

Grenzenlos gut: Diese und viele andere Mädels – so wie auch ein paar Jungs – von der Klasse 4A der Brüder-Grimm-Schule Bebra überzeugten beim Heimatabend mit einer fetzigen Tanzeinlage. Fotos: Wilfried Apel 

Bebra. Der Heimatabend am Donnerstag war ein gelungener Auftakt zur fünftägigen Kirmes in Bebra. Das Motto: "25 Jahre Deutsche Einheit".

„Bääwerwasser, Bääwerwasser - hoi, hoi, hoi!“ Immer wieder erschallt am Donnerstag der Schlachtruf der Kirmesburschen und -mädchen, ja aller Bebraner, über den Festplatz. Der traditionelle Heimatabend steht auf dem Programm und damit der Auftakt zu den fünf tollen Kirmestagen.

„Wir sind auf Sendung!“, ruft Moderator Friedhelm Claus ins Festzelt. Igor Karassik und sein Eisenbahn-Blasorchester haben dem Publikum schon so sehr eingeheizt, dass es für Stadtverordnetenvorsteher Herbert Börner ein Leichtes ist, der versammelten Festgesellschaft ein herzliches Willkommen zuzurufen und die großartige Entwicklung der Biberstadt zu preisen: „Aus dem liebenswerten, an manchen Stellen auch etwas hässlichen Entlein ist ein stolzer Schwan geworden!“ Mit Blick auf die große Zahl von Flüchtlingen stellt er fest: „Bebra ist von jeher eine Stadt der Ausländer gewesen. Ich bin guter Dinge, dass wir den neuen Einwohnern nicht nur Aufenthaltsort, sondern auch Heimatstadt sein werden, und dass wir in absehbarer Zeit vielleicht auch erleben werden, dass Bebra nicht fremder, sondern reicher geworden ist.“

Dann kommen die „Dance ‚n’ Fun Girls“, die Madonna nacheifern und sich als „Wild Girls“ präsentieren. Sie erhalten Riesenapplaus, ebenso wie Bürgermeister Uwe Hassl, der mit Blick auf die vielen Jubiläen ganz kirmesmottogemäß dazu aufruft, „grenzenlos“ zu feiern. Landrat Dr. Michael Koch lobt den Zusammenhalt der Bebraner, und das aus Knaresborough angereiste Bürgermeisterehepaar Andrew und Christine Willoughby überreicht Ehrengläser an die von der Partnerschaft begeisterte Martina Sauer und Kaffeebecher mit Eisenbahnen an den Verwaltungschef.

Augen- und Ohrenschmaus zugleich ist der Tanz um den Marterpfahl der Klasse 4A und der Vorklasse 2 der Brüder-Grimm-Grundschule und der Folkloretanz der durch die Bank weg langhaarigen jungen Damen des Internationalen Tanzvereins, die das Publikum mit wunderschönen Kostümen, tollen Schrittkombinationen und effektvoll „peitschenden“ Haaren begeistern. Noch ein kleines bisschen mehr gilt das für die kleine Julia und ihre Freunde vom Schrebergartenverein. Vor allem die schon etwas beleibteren Herren überzeugen mit ihrer „Schippenstiel-Show“ - animieren die weiblichen Fans so sehr, dass ein Büstenhalter nach dem anderen auf die Bühne fliegt. Krönung des Ganzen ist dabei die Show des Feuer speienden Christoph Braun, der „grenzenlosen“ Beifall erntet.

Mit dem von Friedhelm Claus, Gerhard Hose, Alice Leischner und Jutta Opfer gespielten Sketch „Beim Arzt“ und dem von allen gesungenen „Hessenlied“ klingt der Heimatabend aus.

Von Wilfried Apel

Quelle: HNA

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