Auch dritte Brücke soll keine Auswirkungen haben

Ortsumgehung Lispenhausen soll Hochwassersituation nicht verschärfen

Rotenburg. Die Ortsumgehung Lispenhausen wird die Hochwassersituation im Fuldatal nicht verschärfen. Das ist das Ergebnis eines hydraulischen Gutachtens, das im Vorfeld der Planung in Auftrag gegeben wurde.

Auch die dritte Fuldabrücke hätte demnach keine negativen Auswirkungen auf den Wasserpegel in Rotenburg und Lispenhausen.

Das Gutachten wurde am Montag bei einem Behördentermin mit Vertretern von Oberer Naturschutz- und Oberer Wasserbehörde sowie Hessen Mobil im Rotenburger Rathaus vorgestellt. Die Ergebnisse hätten nicht dazu geführt, dass nach neuen Lösungen gesucht werden muss, erklärte Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald auf Anfrage. Allerdings müssen zum Ausgleich zusätzliche Überflutungsflächen geschaffen werden. Dazu müssten weitere Flutmulden und eventuell Erhöhungen, die den Fluss spalten, in der Nähe von Lispenhausen angelegt werden.

Die Gutachter hätten mit allen zur Verfügung stehenden Daten der Fuldahochwasser in den vergangenen Jahrzehnten gearbeitet und entsprechende Modelle berechnet, erklärt Grunwald. Grundlage seien sogenannte Jahrhunderthochwasser gewesen, im Behördendeutsch HQ 100. Die Auswirkungen der Ortsumgehung und der dritten Fuldabrücke seien dabei berechnet worden und hätten gezeigt, dass sich der Wasserspiegel durch die Neubauten kaum verändern würde.

Die dritte Brücke gilt in Rotenburg als unabdingbar, um Kasernengelände und Industriegebiet nach dem Rückzug der Bundeswehr 2016 besser vermarkten zu können. Ministerpräsident Volker Bouffier hatte den Bau zugesagt.

Nach Angaben des Bürgermeisters hat das Gutachten gezeigt, dass für Lispenhausen sogar eine Entlastung bei Hochwassern auftreten würde, für Rotenburg zumindest keine Verschlechterung. Zusätzliche Gutachten, zum Beispiel zum Lärm, folgen im Zuge der weiteren Planung.

Von Silke Schäfer-Marg

Quelle: HNA

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