Nach Kanalarbeiten wurde die Straßenoberfläche geändert

Asphaltdecke statt Pflaster im Postweg

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Das Pflaster ist weg: Eine optisch abgetrennte Fläche soll die Sicherheit von Fußgängern erhöhen.

Rotenburg. Da, wo früher rötliches Pflaster lag, liegt seit Montagmorgen Asphalt: Die Poststraße in Rotenburg, zurzeit noch Baustelle wegen Kanalarbeiten, hat eine neue Oberfläche bekommen.

Wie Bürgermeister Christian Grunwald erklärte, seien die alten Pflastersteine unter anderem wegen der Winterdienste so stark angegriffen worden, dass man sie nicht wieder verwerten konnte. Der Magistrat habe sich aber vor allem aus Sicherheitsgründen für die neue Oberfläche entschieden. Fußgänger könnten durch einen optisch abgetrennten Bereich sicherer auf der Straße unterwegs sein.

In der Vergangenheit sei es häufig zu heiklen Situationen, besonders an den Engstellen, gekommen. Autofahrer hielten sich in den allermeisten Fällen nicht an die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit, manche würden sogar die gleichberechtigten Fußgänger „von der Straße hupen“?

Wären schärfere Kontrollen nicht sinnvoller als die Zerstörung der einheitlichen Optik im Bereich Poststraße/Zwickel/Steinweg/Lindenstraße? Für Geschwindigkeitskontrollen seien der Ordnungsbehördenbezirk und die Polizei zuständig. Beide könnten nur punktuell und nicht ständig kontrollieren, sagte der Bürgermeister auf diese Frage. Bisherige Kontrollen hätten nicht zu einer Entschärfung der Situation beigetragen.

Dass gerade eine asphaltierte Straße zum schnellen Fahren herausfordert, glaubt Grunwald nicht. Die Fläche bleibe gleich schmal auf der Poststraße, nur die Oberfläche sei optisch verändert und weise Fußgängern einen besonderen Bereich zu. Es sei allerdings nicht geplant, auch an anderen Straßen Pflaster durch Asphalt zu ersetzen, wenn Kanalarbeiten anstünden. (sis)

Quelle: HNA

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