Armuts-Projekt der Diakonie endet

Bebra. Netzwerk gegen Armut heißt die Projektstelle im Diakonischen Zentrum in Bebra, die nun nach drei Jahren ihre Arbeit einstellt. Die Stelle sei von vornherein befristet gewesen, teilte Dekanin Gisela Strohriegl mit. Zurzeit überlege man noch, wie einzelne Projekte weitergeführt werden können.

Marion Raub war Ansprechpartnerin der Projektstelle im Diakonischen Zentrum im großen alten Pfarrhaus an der Straße Im Bilder. Sie wird am Donnerstag, 2. Mai, ab 16 Uhr verabschiedet. Dann wird auch das Motivmosaik „Werden Sie ein Stern der Bebraer Tafel“ aufgestellt, ein Projekt, das Raub aus der Taufe gehoben hat.

Das Netzwerk hat in der Vergangenheit über das Thema Armut zusammen mit anderen Partnern informiert. 15 Lesepaten wurden in Zusammenarbeit mit der Stiftung Lesen, der Brüder-Grimm-Grundschule und der Evangelischen Gemeindebücherei gewonnen.

Nach Auskunft der Dekanin wurde die Betreuung der Kinder der Tafelbesucher organisiert, eine Bibliothek mit Zeitschriften und Büchern aufgebaut und das Spendenprojekt „Werden Sie ein Stern der Bebraer Tafel“ ins Leben gerufen. Auch Ausstellungen von Bildern der Grundschüler im Diakonischen Zentrum organisierte die Netzwerk-Mitarbeiterin, die außerdem mit der Jugendhilfestation, der Stadt, den Kirchengemeinden und anderen zusammengearbeitet hat.

Am Anfang stand allerdings die Auswertung der Sozialraumdaten, die ergab, dass Kinder und ihre Familien die am stärksten von Armut betroffe Gruppe in Bebra sind.

Die Projekt- und Kooperationsstelle Netzwerk gegen Armut des Kirchenkreises Rotenburg ist im Zuge der Aktion „Diakonische Gemeinde – Armut bekämpfen und gesellschaftliche Teilhabe fördern“ entstanden. Sie sollte feststellen, wo es noch Bedarf gibt und Hilfsangebote entwickeln.

Die Angebote des Diakonischen Zentrums, in dem auch die Tafel angesiedelt ist, beziehen sich besonders auf Menschen, die von Armut bedroht sind. Sie sollen hier eine Anlaufstelle finden, an Aktivitäten beteiligt und aktiviert werden. Hier gibt es auch das Café Bilder als Treffpunkt. Eine Studie hatte ergeben, dass es für Arme keine öffentlichen Räume mehr gibt. (ank)

Quelle: HNA

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