Arbeitsagentur sieht schwächelnde Konjunktur

Arbeitslosigkeit ist im April gestiegen

Hersfeld-Rotenburg. Die sonst übliche Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt ist im April ausgeblieben. Gegenüber dem Vormonat stieg die Arbeitslosenquote im Kreis Hersfeld-Rotenburg sogar um 3,6 Prozent an.

Insgesamt waren im April 3 471 Menschen ohne Arbeit, 120 mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Arbeitslosenquote sogar um 11,1 Prozent (347 Arbeitslose) an.

„Die Schlecker-Insolvenz hat auch uns nicht kalt gelassen“, sagt Matthias Oppel, der Leiter der Bad Hersfelder Arbeitsagentur. 45 ehemalige Mitarbeiter der Drogerie-Kette hätten sich arbeitslos gemeldet. Auch die Insolvenz der EM-LOG-Gruppe schlägt mit insgesamt etwa 70 bis 80 Personen zu Buche. Auch beim Job-Motor Amazon verzeichne man derzeit ein gewisses Sommerloch. Der Arbeitsmarkt habe insgesamt an Dynamik verloren. „Es geht in die Stagnation, wir bewegen uns nicht mehr auf dem hohen Niveau vom Vorjahr“, konstatiert Oppel.

Dennoch macht sich der Agenturchef keine Sorgen um den örtlichen Arbeitsmarkt. „Im nächsten Monat geht es wieder nach oben“, meint er und verweist darauf, dass schon jetzt mehr freie Stellen gemeldet sind als im Vorjahr.

Speziell die früheren Schlecker-Mitarbeiter, meist sind es Frauen, seien am Arbeitsmarkt sehr gefragt und gut zu vermitteln. Fünf von ihnen hätten bereits neue Stellen gefunden. „Sie sind flexibel, aktiv und gut qualifiziert“, sagt Oppel. Auch für die EM-LOG-Mitarbeiter sieht er gute Chancen, denn Logistiker seien nach wie vor gefragt.

Gemessen an der Entwicklung des Arbeitsmarktes in ganz Hessen sei der Kreis Hersfeld-Rotenburg zudem immer noch auf einen „guten Niveau“, sagt Oppel.

Quelle: HNA

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