Förderverein befürchtet, mit Arbeiten am Bahnhof werden Tatsachen geschaffen

Angst um den Lokschuppen

Die Giebelseite des Lokschuppens: Darunter soll nach Informationen des Fördervereins mit schwerem Gerät die Personenunterführung weitergebohrt werden. Man befürchtet, das Gebäude könnte dadurch einstürzen. Foto:  Schankweiler-Ziermann

Bebra. Den Erhalt des Lokschuppens sieht der Förderverein Industriedenkmal Bahnhof Bebra gefährdet. Man befürchtet, es werden mit den Bauarbeiten zur Bahnhofssanierung Tatsachen geschaffen, die dem vom Parlament bekundeten Willen zum Erhalt des Lokschuppens zuwiderlaufen.

„Die Existenz des Lokschuppens ist infrage gestellt“, erklärte Wolf-Dietrich von Verschuer auf Anfrage.

Der Förderverein hat gestern – nachdem die Einrichtung der Baustelle im Bereich des Gleisfächers und der Drehscheibe vor dem Lokschuppen abgeschlossen ist – vier Fragen an den Magistrat der Stadt gestellt. Diese seien für die Existenz des Lokschuppens von entscheidender Bedeutung. Der Verein möchte wissen:

• Ist es richtig, dass die Dieseltankstelle der Bahn AG aufgegeben werden soll?

• Ist es richtig, dass der bereits teilweise entfernte Gleisfächer zwischen Drehscheibe und Lokschuppen nicht wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzt wird?

• Ist es richtig, dass die Anbindung der Drehscheibe an das Netz der DB AG abgeschnitten wird?

• Ist es richtig, dass der Umbau der Personenunterführung an der Giebelseite des Lokschuppens mit schwersten Baumaschinen ausgeführt werden soll? Ist es richtig, dass damit die Stabilität des Lokschuppens äußerst gefährdet ist?

Ungehalten war Bürgermeister Horst Groß über die in der Öffentlichkeit gestellten Fragen des Fördervereins, zu denen er sich gegenüber unserer Zeitung nicht äußern wollte. Es sei während der zurzeit laufenden Vertragsverhandlungen zwischen Magistrat und Verein Stillschweigen vereinbart worden.

Treffen Dienstag

Dienstag trifft sich der Förderverein mit dem Magistrat. Bis dahin hat der Verein um schriftliche Antwort zu den Fragen gebeten.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

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