Amazon beschäftigt im Weihnachtsgeschäft 1000 Mitarbeiter mehr

Bad Hersfeld. Die Belegschaft von Amazon in Bad Hersfeld wächst in diesen Wochen um etwa ein Viertel. Zum Weihnachtsgeschäft beschäftigt das Online-Versandhaus fast 4000 Mitarbeiter.

„Dabei sind etwa 3000 Beschäftigte fest angestellt, 80 Prozent davon unbefristet", sagt Robert Marhan, Standortleiter des Zentrums in Bad Hersfeld. Durchschnittlich 1000 kommen jedes Jahr im November dazu: „Innerhalb von zehn Tagen haben wir nun fast 500 Mitarbeiter eingestellt. Im Laufe der nächsten Woche soll das Einstellungsverfahren schon abgeschlossen sein“, erklärt er.

Millionen von Artikeln 

Dass Amazon die zusätzlichen Kräfte braucht, ist klar: Während des Weihnachtsgeschäfts boomt der Verkauf. Der Spitzentag war im vergangenen Jahr der 15. Dezember. Damals wurden weltweit über 4,6 Millionen Artikel bestellt. Das sind etwa 53 Bestellungen pro Sekunde.

Fakten wie diese und eine Führung durch das Logistikzentrum in Bad Hersfeld gab es gestern beim Amazon-Pressetag. Das weltweit agierende Unternehmen, das 1995 in einer Garage im US-amerikanischen Seattle startete, beschäftigt heute 149 500 Mitarbeiter weltweit.

Am Standort Bad Hersfeld gibt es auf rund 110 000 Quadratmetern vier Lageranlagen, in denen Bestellungen angenommen, zusammengesucht („gepickt“), verpackt und verschickt werden. Im ersten Arbeitsschritt wird neue Ware gescannt, um danach auf Rollwagen, den sogenannten Carts, in die Regalreihen der mehrstöckigen „Picktower“ gebracht zu werden. In diesen lagern alle möglichen Artikel, von Kleidung über Regenschirme bis hin zu Elektronik und Spielzeug.

Nachdem die „Picker“ die bestellte Ware aus den riesigen Regalreihen gefischt haben, werden die Artikel verpackt. Dabei werden sie erneut gescannt, damit das System automatisch eine geeignete Verpackung dafür auswählen kann. Ist die Ware in Karton oder Tüte, wird das Klebeband dafür in passender Länge produziert und vom Mitarbeiter befestigt.

Im letzten Schritt wiegt eine Sortieranlage das Paket, druckt das Versandetikett auf und schickt es auf das richtige Laufband für die jeweilige Region. Für Kurzentschlossene erklärt Robert Marhan: „Bestellungen werden sogar bis zum frühen Morgen des Heiligabends angenommen und rechtzeitig geliefert“ - was dann allerdings einiges an Versand kostet.

Von Sarah Rössing

Quelle: HNA

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