Ronshäuser Gemeindevertreter folgen Empfehlung der Zukunftswerkstatt

Altes DGH wird verkauft

Eröffnung: Dieses Foto entstand am Tag der Einweihung des Dorfgemeinschaftshauses am 9. August 1953. Damals stand das Haus noch etwas abgelegen am Dorfrand. Inzwischen ist das Gebäude – siehe kleines Foto – in die Jahre gekommen und soll nun verkauft werden. Fotos: Archiv/Privat/nh

Ronshausen. Das alte Dorfgemeinschaftshaus Ronshausen soll verkauft werden. Das beschlossen Ronshausens Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Donnerstagabend mit großer Mehrheit. Lediglich Thomas Wenderoth von der FDP stimmte dagegen.

„Seit zwei Jahren ist das Gebäude nun ungenutzt“, berichtete Bürgermeister Markus Becker. Seit einem Jahr habe sich die Zukunftswerkstatt des Themas angenommen und nun dem Gemeindeparlament die Empfehlung gegeben, das Feuerwehrgerätehaus und DRK-Heim vom Hauptgebäude zu trennen und die Immobilie mit Restgrundstück zu verkaufen. Die Verbindungsstraße zwischen Steinweg und Gutenbergstraße werde dabei als Feuerwehrausfahrt zwingend im Besitz der Gemeinde bleiben, betonte Becker.

Verworfen worden seien die Alternativen, das Haus für mindestens 200 000 Euro zu modernisieren und als künftiges Haus der Vereine zu nutzen und der Vorschlag, das Haus für geschätzte 60 000 Euro abzureißen und danach das freie Grundstück zu verkaufen.

Petra Möller von der SPD sprach sich für eine zeitliche Begrenzung des Beschlusses aus. „Sollte sich innerhalb eines Jahres kein Käufer für das alte Dorfgemeinschaftshaus gefunden haben, müssen wir die Entscheidung neu prüfen und überdenken“, sagte sie. Ihr Änderungsvorschlag wurde einstimmig in den Beschluss mit aufgenommen.

Kritik am Beschluss gab es von FDP-Vertreter Thomas Wenderoth: „Sollten sich im Bezug auf das Feuerwehrgerätehaus weitere Schwierigkeiten ergeben, gerät die Gemeinde in Zugzwang und damit verbunden sind hohe Kosten, wenn wir uns nicht mehr im Besitz des Hauses einschließlich Grundstück in der heutigen Form befinden“, sagte er.

„Wir stellen vor dem Verkauf natürlich sicher, dass sich am derzeitigen Zustand in Sachen Feuerwehrzufahrt nichts ändert“, entgegnete Reinhard Brandau von der WGR. Darüber sei auch intensiv gesprochen worden, sagte er zu Wenderoth. Er könne sich vorstellen, dass es Interessenten für das Gebäude geben werde. „Wenn uns das gelingt, dann sparen wir Geld“, sagte Brandau.

Als Beitrag zur Haushalts- und Zukunftssicherung bezeichnete auch Bürgermeister Becker den Verkauf. Das 1953 eingeweihte Haus sei damals ein Symbol von Aufbaugeist und Gemeinschaftswillen wie auch der Integration von Kriegsvertriebenen gewesen. Inzwischen sei es in die Jahre gekommen. Fotos: Gottbehüt

Von Peter Gottbehüt

Quelle: HNA

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