Altes Haus wird neues Zuhause

Einen Altbau zu renovieren ist schon eine schwierige Angelegenheit. Viele übernehmen sich schlichtweg mit den Ausgaben. Doch mit dem richtigen Partner an der Seite sieht das Unterfangen schon ganz anders aus.

Die Entwicklung am Bau hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr verändert. Es wird zum großen Teil nicht mehr neu gebaut, sondern viele ältere Immobilien werden wieder instand gesetzt oder umgebaut. Während Bauherren Angst davor haben, dass ihnen der Preis beim Neubau absacken könnte, unterliegen viele Käufer einem Trugschluss, wenn sie glauben zu wissen, was preislich beim Renovieren eines Altbaus auf sie zukommt.

Bei Veräußerungen schon gebauter Häuser steht der Kaufpreis zwar fest, jedoch werden die zukünftigen Kosten oft unterschätzt. Die neuen Besitzer übernehmen sich schlichtweg mit den Modernisierungsausgaben. Diese Kosten richten sich in erster Linie nach dem Erhaltungs- und Pflegezustand und hängen stark von der wirtschaftlichen Stärke einer Region ab.

Es gibt jedoch Richtwerte, an denen sich ein potenzieller Käufer orientieren kann. Bevor solche Richtlinien greifen, sollten zu Anfang ein paar grundlegende Fragen zur Renovierung des Altbaus beantwortet sein.

In welchem Pflegezustand befindet sich das Gebäude? Ist es denkmalgeschützt? Wie sieht die Bausubstanz im Inneren aus? Ist das Haus noch bewohnbar oder gar bewohnt? Sind die einzelnen Bestandteile wie Heizung, Wasser- und Gasleitungen noch erhalten? Müssen auch die Fenster und Rollläden renoviert werden und wie hoch sind die Anschaffungskosten?

Gebäude aus der Vor- und Nachkriegszeit

Bei einem Haus aus der Nachkriegszeit um 1950 oder 1960 muss ein Bauherr damit rechnen, rund 40 Prozent des Kaufpreises in eine Sanierungsmaßnahme zu stecken.

Ist diese vielleicht schon durchgeführt worden, hängen die Kosten davon ab, wann sie durchgeführt wurden. Ganz anders gestalten sich bei umfassenden Renovierungsarbeiten die Investitionen bei Häusern aus den Vorkriegsjahren um die Jahrhundertwende. Mehr als die Hälfte der Erwerbskosten sind hier noch einmal zu investieren – in andere, beispielsweise in heruntergekommene, unbewohnte Häuser weitaus mehr als 60 Prozent. Wenn diese Immobilien um die Wende in den Jahren 1980 bis 1990 grundlegend erneuert wurden, kann man trotzdem noch davon ausgehen, 20 Prozent des Kaufpreises in eine Altbau Renovierung anzulegen.

Selbst bei Häusern, die in dieser Zeitspanne neu gebaut wurden, kalkuliert man ein gutes Drittel an Reparaturkosten ein. Man kann zusammenfassend sagen: je älter ein Gebäude ist, desto mehr muss investiert werden, um es instand zu setzen.

Der Keller ist sehr oft Sorgenkind bei den Renovierungsmaßnahmen. Statistiken besagen, dass rund 75 Prozent erhebliche Mängel aufweisen, etwa Feuchtigkeit. Diese greift aus dem Erdreich das Mauerwerk an und führt zum unangenehmen Schimmelbefall. Oft ist poröses und bröckeliges Mauerwerk die Folge. Die Beseitigung solcher Schäden ist sehr kostspielig.

Neuerungen im Inneren

Wenn das Gebäude an sich noch gut in Schuss ist, werden solche Bereiche trotzdem einer Kontrolle unterzogen, doch man orientiert sich mehr am Renovieren des Altbaus im Inneren der Räume. Diese sind meistens nur optisch wieder auf Vordermann zu bringen.

Die alte Tapete an der Wand wird entfernt und der Putz aufgebrochen. Bei dieser Gelegenheit werden Stromleitungen und Sicherungskästen erneuert. In diesem Status kann man seiner Phantasie freien Lauf lassen und auch sonstige Umbauten vornehmen, beispielsweise Regale in die Wand einbauen, Spots für optimale Beleuchtung installieren oder Durchbrüche für neue Türen reißen. Wenn Dielen abzuziehen sind und man sie neu versiegeln möchte, sollte dies auch in dieser Phase geschehen.

Anschließend werden die Wände verstärkt und wieder neu gestrichen. Auch neue Fenster und neue Rollläden können den Zimmern neuen Glanz verleihen, bringen höheren Wohnkomfort und ein angenehmes und gesundes Wohlfühlklima. Durch gute Dämmung und Energiespar-Rollläden lässt sich so auch die Wärme optimal im Raum halten. Der Energieverbrauch wird gesenkt und der Bauherr wird unabhängiger von den künftigen Entwicklungen der Energiepreise.

Soll ein Altbau günstig renoviert werden, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass es sowieso kein günstiges Unterfangen wird und akut lieber mehr ausgeben. Tatsache ist: Ist man bei der Renovierung zu geizig, spart man am falschen Ende. Wenn es einmal gründlich durchgeführt wird, hat man sehr lange Freude daran. (leh/nh/roma)

Quelle: HNA

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

der Inhalt dieses Artikels entstand in Zusammenarbeit mit unserem Partner. Da eine faire Betreuung der Kommentare nicht sichergestellt werden kann, ist der Text nicht kommentierbar.