Fachwerk wird aufgebaut

Altes Backhaus bekommt neue Balken

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Markante Konstruktion: Jörg Hohmeister, Zimmermeister und Mitglied der Interessengemeinschaft Backhaus am Platzborn, beim Richtspruch nach dem Ende des ersten Bauziels – dem Errichten des Fachwerks. Fotos: Vöckel

Bebra. Ein Zeugnis der Vergangenheit wird in Bebra wieder aufgebaut: das alte Backhaus am Platzborn. Nach dem Abriss war lange Zeit nur eine Plane über den abgedeckten alten Backofen zu sehen. Doch urplötzlich entstand ein wichtiger Teil des neuen Gebäudes: das Fachwerk aus Eichenbalken.

Die markante Konstruktion wurde auf einem neuen Fundament und einem Sockel aus Natursteinen errichtet. Sie zeigt in ihrem Umfang des Größe des Backhauses.

Mit dem Errichten des Fachwerks wurde ein Ziel beim Wiederaufbau erreicht, das zugleich der Anlass für ein besonderes Ereignis war: das Richtfest. Das wird bekanntlich nach dem Fertigstellen des Dachstuhls gefeiert. Dazu gehört auch ein bunt geschmückter Richtbaum, der auch in Bebra als Symbol für den festlichen Anlass nicht fehlte.

Den Richtspruch mit dem Dank an die Architektin und den Bauherrn, den vielen fleißigen Helfern, Spendern und Unterstützern sprach Jörg Hohmeister im Dachgebälk. Traditionell leerte der Zimmermeister ein Glas, das am Ende auf dem Boden als ein gutes Omen für ein gelungenes Bauwerk zerschellte. Nur der letzte Nagel fehlte, den beim Richtfest der Bauherr einschlagen soll.

Stattdessen durfte Bebras Bürgermeister Uwe Hassl den letzten Stein in die Grundmauer einsetzen. Der war speziell für dieses Ereignis mit der Jahreszahl 2014 von einem Steinmetz gefertigt worden. Die Zugaben beim Füllen der Lücke waren ein Säckchen Mehl sowie Streichhölzer und Holz für das Feuer. Diese Dinge sollten beim Backen nie ausgehen oder fehlen.

Von Herbert Vöckel 

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Quelle: HNA

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