250 Besucher kamen zum Senioren- und Behindertennachmittag der Stadt Rotenburg

Ja zum Alter sagen

Großer Andrang: Mit 250 Senioren und Behinderten war das sommerliche Treffen der älteren Mitbürger in Rotenburg gut besucht. Fotos: Vöckel

Rotenburg. Unterhaltsame Stunden erlebten 250 ältere und behinderte Mitbürger in Rotenburg. Der Anlass war der traditionelle Senioren- und Behindertennachmittag der Stadt im Saal der Hessischen Hochschule für Finanzen und Rechtspflege.

Mit „liebe Jugendliche von gestern“ und „liebe Seniorinnen und Senioren von morgen“ begrüßte Bürgermeister Christian Grunwald die Besucher im Namen der städtischen Gremien. „Wir leben in einer Gesellschaft des langen Lebens“, sagte der Bürgermeister. Noch zu keiner Zeit sei es so vielen Menschen vergönnt gewesen, ein so hohes Lebensalter zu erreichen. Darüber sollte man sich freuen, aber auch etwas tun, damit die gewonnenen Jahre erfüllt würden.

Aktiv bleiben

Ja zum Alter zu sagen, sei von Bedeutung. Das Älterwerden sei ohnehin nicht zu verhindern. Das sollte aber möglichst gesund und verantwortungsbewusst geschehen, denn Leben sei Lernen. Mehr zu erleben und zu erfahren eröffne die Chance, mehr zu gestalten und zu bewirken, ganz nach der Devise: Älter werden und aktiv bleiben.

Der Senioren- und Behindertennachmittag gehöre zu den schönsten Momenten im Zyklus der Stadt. Die sei als Dienstleister der Ansprechpartner der Senioren. Der Bürgermeister forderte die älteren und behinderten Mitbürger auf, davon rege Gebrauch zu machen.

Ehrung der Ältesten

Zusammen mit Stadtverordnetenvorsteher Klaus Troch ehrte Grunwald die ältesten Teilnehmer des Treffens: Kätchen Günther mit 96 Jahren und den 92 Jahre alten Wilhelm Bartelt, beide aus der Kernstadt Rotenburg.

Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt fand es gut, dass die Stadt Rotenburg solche Treffen anbietet, damit die Senioren raus aus ihrer gewohnten Umgebung kommen und etwas anderes sehen.

„Ich hatte ein Gespräch mit meinem obersten Chef: Wir müssen die Bibel ändern“, sagte Pfarrer Wilhelm Altmüller. Vor dem Hintergrund der immer älter werdenden Menschen müsste es heißen: Das Leben währet 80 Jahre, und wenn es hochkommt, so sind es 90.

Das Unterhaltungsprogramm des Senioren- und Behindertennachmittags gestalteten zwei Gruppen. Der Schülerchor der Jakob-Grimm-Schule (5. und 6. Klassen) sang Liedern von Major Tom und seinem Raumschiff und der Wasserschildkröte Nessaja („Ich wollte nie erwachsen sein“) aus dem Musical Tabaluga. Der Wunsch der Sänger an die Senioren: Halte dich auf der sonnigen Seite, egal was passiert im Leben. Viel Beifall gab es auch für die Tänze des Green-Country-Clubs aus Lispenhausen. Musikalisch mitgestaltet wurde das Treffen von Alleinunterhalter Per Kunz.

Stadtverordnetenvorsteher Klaus Troch dankte zum Abschluss den vielen freiwilligen Helfern für die Mitarbeit und Unterstützung bei der Ausrichtung. Das sommerliche Treffen war mit einer Rundfahrt eröffnet worden. Die Fahrtroute führte von Rotenburg durch den westlichen Teil des Kreises und einigen Dörfern des Schwalm-Eder-Kreises.

Von Herbert Vöckel

Quelle: HNA

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