Einmal pro Monat tiergestützte Therapie in der Bebraer Pflegeeinrichtung

Alpakas im Mende-Haus

Erst Überraschung, jetzt gern gesehene Gäste: Elisabeth Bosold mit ihren Alpakas, die mit Freude gestreichelt und herumgeführt werden können. Foto:  nh

Bebra. Da staunten die Bewohner des Awo-Brigitte-Mende-Hauses nicht schlecht, als an einem ganz normalen Nachmittag ein Hund und dazu zwei außergewöhnliche Tiere in den Gemeinschaftsraum spazierten. Zwei Alpakas, eigentlich in den südamerikanischen Anden beheimatet, wurden von Elisabeth Bosold, Inhaberin einer Fachpraxis für kognitives Training und tiergestützte Therapie in Wanfried, in den Raum geführt.

Die Scheu der alten Menschen wich bald der Neugier und dem Wunsch, das weiche Fell der Vierbeiner zu berühren oder sie mit einem Leckerli zu verwöhnen. Hund Eddi animierte die Gesellschaft fröhlich und schwanzwedelnd zum Ballspielen, während die Alpakas sich geduldig führen oder streicheln ließen. So verbrachten die Bewohner der Pflegeeinrichtung einen abwechslungsreichen und „tierisch“ guten Nachmittag.

Daniela Leuthold, Leiterin des Brigitte-Mende-Hauses und selbst Hundebesitzerin, führte laut Pressemitteilung schon vor längerer Zeit das Projekt „Tiertherapie“ ein. Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin besucht seitdem mit ihrem speziell geschulten Hund regelmäßig die Senioren.

„Gerade für an Demenz erkrankte alte Menschen sind freundliche Tiere ein Segen. Sie sprechen sie auf der emotionalen Ebene an und lassen Gefühle der Nähe und der Freude entstehen“, erklärt Leuthold. Birgit Köhler, ihre Assistentin, betont, die Tiere würden nicht nur zur Bewegung einladen, sondern förderten auch die sozialen, kognitiven und emotionalen Fähigkeiten. Deshalb kommen nun einmal im Monat die außergewöhnlichen Gäste zu Besuch ins Brigitte-Mende-Haus. Den Awo-Ortsverein Bebra hat das Projekt so beeindruckt, dass er sich an den Kosten beteiligt. (ank)

Quelle: HNA

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