Tag zum Thema Konkurrenz unter Männern

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Gar nicht so einfach: Robin Zell von der Evangelischen Gemeinschaft Bebra (links) und Jürgen Frost von der Chrischona-Gemeinde Heinebach wagten sich als Erste auf den Aufsitz-Rasenmäher-Hindernis-Parcours.

Bebra. Großes Gewusel an der für den Verkehr gesperrten Eise- nacher Straße. Rund um das Autohaus Lindemann sind Liege-Dreiräder, ferngesteuerte Modellautos, Fahrzeuge von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Rotem Kreuz aufgebaut. Dazu ein Kleinbagger und ein Rallyewagen von Audi.

Eine Männerkulisse, aber eine der etwas anderen Art. Am weißen Audi Quattro S2 revo stehen Michael und Patrick Stadelmann und werben für den Verein SRS Motorsport, der sich zum christlichen Glauben im Motorsport bekennt. Motto: „Der Helm schützt unseren Kopf, unser Glaube die Seele.“

Mehrere Kirchengemeinden haben zum Regio-Männertag geladen. Pfarrer Martin Schacht begrüßt die wegen des schlechten Wetters recht kleine Schar und führt in das Motto ein: „Konkurrenz unter Männern“.

Damit machen zunächst diejenigen Bekanntschaft, die auf Aufsitz-Rasenmähern einen Hindernisparcours bewältigen. Das sieht ganz einfach aus, aber schnell hängt man fest. Besser steuern lassen sich die Liege-Dreiräder, mit denen direkt nebenan um die beste Zeit gekämpft wird. Pfarrer Carsten Köthe tritt mit seinen beiden Söhnen Georg und Justus in Wettbewerb. Christian Bingemann und Moritz Havemann leiten das Bogenschießen, und Christopher Sauer und Philipp Apel von der „Bäwerschen“ Feuerwehr helfen bei dem schon an „Wetten dass…“ erinnernden Spiel „Wer drückt einen Golfball am schnellsten durch einen Feuerwehrschlauch?“

Feinfühliger geht es beim THW zu, wo der Inhalt eines Schnapsgläschens mithilfe eines Spreizers in einen Messbecher geschüttet werden muss. Überall - wenn auch in etwas ungewohnten Spielarten: „Konkurrenz unter Männern“.

Ernster geht es am frühen Abend im „Hauptprogramm“ zu. Nach der Bekanntgabe der Gewinner der Wettbewerbe unterhält sich Prediger Andreas Bietz mit dem bekannten Cheftrainer der Frauenfußballmannschaft des 1. FFC Frankfurt, Colin Bell.

Der 52-Jährige bekennt offen und ehrlich: „Familie und Beruf sind mir wichtig, aber an erster Stelle steht bei mir Jesus Christus!“ Er erzählt, wie er 43 Jahre lang in der Glitzerwelt des Fußballs gelebt hat, wie er immer alles daransetzt, dass er mit seinen Mädels gewinnt, und wie er in einer tiefen Krise den Weg zum Glauben gefunden hat: „Gott liebt mich, egal, ob ich mit meiner Mannschaft auf dem ersten oder letzten Tabellenplatz stehe!“

Ähnlich drückt es der Theologe Prof. Dr. Reiner Knieling vom Gemeindekolleg in seinem Vortrag zum Thema „Konkurrenz, Gott und Glaube“ aus: „Wenn ich weiß, dass ich gerechtfertigt bin und von Gott geliebt werde, kann ich viel besser mit Konkurrenz umgehen.“ (zwa)

Regio-Männertag in Bebra

Regio-Männertag in Bebra

Quelle: HNA

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