Der Workshop des Kulturvereins in Cornberg stand unter dem Motto Fotografie

Alles im richtigen Licht

Facettenreich: Die Kinder des Foto-Workshops in Cornberg probierten sich vor und hinter der Kamera aus. Foto: Dräger

Cornberg. Eine kleine Nische des Raumes im Cornberger Steinbruch ist mit weißem Stoff abgetrennt. Hell leuchtet ein Scheinwerfer in die Nische, in der ein Tisch steht. Darauf sitzt eine Gruppe von Jungen mit weiß gemalten Gesichtern, die zur Seite aus dem Fenster schauen, während ein Kamerablitz über ihre Gesichter huscht.

„Wir wollen Porträts nicht immer nur frontal, sondern einmal anders“, sagt Richard Marshall, der den Foto-Workshop für Kinder gestaltet. Seit 20 Jahren leitet der Künstler die Workshops in den Ferien, die der Kulturverein Cornberg veranstaltet. Bei Fotos spiele das Licht eine entscheidende Rolle. „Fotos mit Gegenlicht werden nicht gut“, erklärt Richard Marshall. Am besten würden die Fotos, wenn es etwas bedeckt sei. Aber natürlich kann man hier auch die Technik einsetzen, um ein gutes Bild festzuhalten.

„Wenn es dunkel ist, dann braucht man eine weit offene Blende“, wirft Laurenz Hirschfeld ein. Die Gruppe beschäftige sich mit Theorie und Praxis der Fotografie, erklärt Marshall. Denn die 17 Teilnehmer sollten sich nicht nur ausprobieren können, sondern auch die Kameratechnik erlernen. „Heute knipsen die meisten nur noch im Automatikmodus, dabei kann man mit der Kamera viel machen“, betont Marshall.

Eifrig dabei waren die jungen Fotografen, als sie mit einer Fotobox losziehen durften, um Bilder zu machen. Dafür bekamen sie eine schwarze Dose mit einem kleinen Loch, das mit einem schwarzen Klebestreifen verschlossen war. In der Box befand sich lichtempfindliches Papier. Die Dosen stellten die Kinder auf Steine oder ins Gras und öffneten das Loch für etwa eine Minute. Danach ging es in die Dunkelkammer, wo die Fotos entwickelt und die Resultate sichtbar wurden.

Auch Blätter und Halme wurden auf das spezielle Papier gelegt und belichtet. Dabei färbte sich die Stelle, auf die das Licht gefallen war, dunkel. Die Stellen, an denen Blätter und Halme lagen, blieben hell. Andere Kinder der Gruppe bastelten das Cornberger Kloster aus Pappe und klebten Fotos der Klostermauern darauf. „Jedes der Kinder soll ein Kloster basteln, und am Ende bauen wir eine Burg daraus“, erläutert Richard Marshall.

Ausstellung

Die Ergebnisse des Workshops können sich die Eltern der Kinder demnächst anschauen. „Der Termin steht noch nicht fest“, sagt Regina Panitz-Ittner, Vorsitzende des Kulturvereins Cornberg. Denn für die Ausstellung sollen die Kinder in den Ferien noch weitere Fotos machen. Außerdem bekommt jedes Kind am Ende des Workshops eine Mappe mit den Fotos.

Geschminkte Gesichter

Dann sind die Porträtfotos der Mädchen an der Reihe. Im Gegensatz zu den Gesichtern der Jungen sind ihre deutlich geschminkt. „So bekommen wir zwei völlig verschieden wirkende Fotos“, sagt Richard Marshall und greift nach seiner Digitalkamera.

Von Magdalena Dräger

Quelle: HNA

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