Auch Rotenburgs Stadtverordnete einstimmig für neue Zusammenarbeit mit Alheim

Rotenburg/Alheim. Grünes Licht für die Gründung eines gemeinsamen Verwaltungszweckverbandes Alheimer von Rotenburg und Alheim haben auch die Rotenburger Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung gegeben - und zwar einstimmig.

Die Alheimer Gemeindevertreter hatten der zukunftsweisenden Zusammenarbeit bereits vor zwei Wochen ihren Segen gegeben. Viele von ihnen, darunter Gemeindevertretungsvorsitzender Marc Heinzerling, waren gemeinsam mit Bürgermeister Georg Lüdtke Gäste bei der Stadtverordnetenversammlung.

Ab 1. Januar also wird die interkommunale Zusammenarbeit auf eine neue Ebene gehoben: Die Aufgabenbereiche einer gemeinsamen Kasse einschließlich Vollstreckungsstelle, einer gemeinsamen Entgelt- und Gehaltsabrechnung und eine Kooperation im Bereich der Standesämter werden diesem Zweckverband übertragen.

Bürgermeister Christian Grunwald sprach vom „größten Meilenstein seit der Gebietsreform.“ Bei den Vorbereitungen zur Gründung des Zweckverbandes habe man immer auf Augenhöhe diskutiert. Man bewege sich auf einer Ebene großen Vertrauens, das die beiden Kommunen gut in die Zukunft trage. Die Zusammenarbeit sei nicht nur dem finanziellen Druck geschuldet, sondern sei einfach ein Akt der Vernunft.

„Ein Quäntchen Euphorie“ hält auch die SPD-Fraktion für angebracht, erklärte Christiane Ringer. Sie wünsche allen, die im Zweckverband Verantwortung tragen werden, Phantasie und Mut, kreativ zu denken und neue Wege zu gehen. Besonders im Bereich der Energiewirtschaft könne der Zweckverband zur Demokratisierung beitragen.

Carsten Zabel (CDU) befürwortete, den Zweckverband in der Zukunft noch zu erweitern und nannte die Bereiche Organisationsmanagement, Bürgerservice, Ordnungswesen, Tourismus, Sozial- und Jugendarbeit. Langfristig kostensparende Verwaltungsstrukturen zu schaffen, sollte Ziel des neuen Verbandes sein, und dies sei der Weg in die richtige richtung. Zabel, Vorsitzender vom Rotenburger Feuerwehrverein, regte auch eine Zusammenarbeit der Wehren an, zum Beispiel in der Standardisierung von Geräten und Bekleidung, so dass Synergien durch Einkaufskooperationen, gemeinsame Vorhaltung von Ausrüstung oder der gemeinsamen Abrechnung von gebührenpflichtigen Leistungen erzielt werden könnten.

Synergieeffekte und Einsparungen erhofft sich auch der Vorsitzende der UBR-Fraktion, Hartmut Grünewald.

Von Silke Schäfer-Marg

Quelle: HNA

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