Fahrzeuge und Feuerwehrhäuser wurden überprüft

Alheimer Wehren: Prüfdienst hat Mängel an Feuerwehrhäusern festgestellt

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Die geehrten und beförderten Feuerwehrkameraden in der Jahreshauptversammlung der Alheimer Wehren im Haus der Generationen in Heinebach zusammen mit den Vorstandsmitgliedern und Gästen.

Heinebach. Der Technische Prüfdienst beanstandete mehrere Feuerwehrgerätehäuser in Heinebach und Umgebung. Reparaturen in Höhe von 160.000 Euro sind jetzt nötig.  

Die Feuerwehrfahrzeuge in der Gemeinde Alheim sind komplett mit digitalen Funkgeräten ausgerüstet. Bis auf die Meldeempfänger verfügen die Brandschützer nun über die neueste Technik der Kommunikation. Das berichtete Gemeindebrandinspektor Bernd Hildebrand in der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Alheimer Feuerwehren in Heinebach.

In den nächsten Wochen werde auch die Möglichkeit bestehen, Statusmeldungen digital zu übermitteln. Der Analogfunk werde dann nur noch als Rückfallebene im Landkreis dienen. Verbessert wurde die Einsatzbereitschaft durch neue Fahrzeuge, zum Beispiel der Mannschafts-Transportwagen (MTW) für die Feuerwehr in Heinebach. Nicht problemlos lief es mit dem Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser (TSF-W) für die Feuerwehr in Niederellenbach. Das bereits im Dezember ausgelieferte Fahrzeug hatte viele Mängel, von denen einige inzwischen behoben sind. Doch laut Gemeindebrandinspektor funktioniert die Wasserentnahme aus dem Fahrzeugtank immer noch nicht. Auch mit der defekten neuen Tragkraftspritze müssen sich die Feuerwehrkameraden weiter auseinandersetzen. Solange diese Mängel nicht behoben sind, werde es keine offizielle Feier zur Inbetriebnahme des Fahrzeuges geben. „Ein halbfertiges Fahrzeug werden wir nicht in Dienst stellen“, sagte Hildebrand.

Mängel habe auch der Technische Prüfdienst festgestellt. Der habe im Turnus von fünf Jahren die Geräte, Fahrzeuge und Feuerwehrhäuser überprüft. Die Beanstandungen betrafen das Feuerwehrfahrzeug Obergude, Belastung durch Dieselabgase in den Feuerwehrgerätehäusern und die Isolierung im Feuerwehrgerätehaus in Oberellenbach. Der Neu- oder Umbau des Feuerwehrgerätehauses in Sterkelshausen und die Erweiterung in Baumbach würden ebenfalls hohe Kosten verursachen.

„Die Beanstandungen des Technischen Prüfdienstes werden uns 160.000 Euro kosten“, stellte Bürgermeister Georg Lüdtke fest. Das könne die Gemeinde nur nach und nach abarbeiten. Trotz angespannter Finanzlage habe der Gemeindevorstand der Gemeindevertretung mehrere Maßnahmen zur Aufnahme in den Haushaltsplan vorgeschlagen: Überprüfen der ortsveränderlichen Geräte in den Feuerwehrhäusern (10.000 Euro), Einbau von Filtern an Dieselfahrzeugen (4800 Euro), Einbau Stahltür und Tor sowie Sanierung der Heizungsanlage im Feuerwehrhaus Obergude (850 und 26.000 Euro), Reinigung Feuerlöschteich Oberellenbach/Sterkelshausen (11.000 Euro), Kauf eines gebrauchten Rettungssatzes für die Feuerwehr Baumbach (6000 Euro) und Beschaffung eines TSF-W für die Feuerwehr Niedergude (110.000 Euro).

Von Herbert Vöckel  

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Quelle: HNA

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