Im Alheimer Haushalt 2014 fehlt eine halbe Million Euro

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Wird saniert: Die bereits laufende Erneuerung der Friedhofshalle Sterkelshausen soll in diesem Jahr abgeschlossen werden. Dafür sind im Alheimer Haushalt noch 2000 Euro veranschlagt.

Alheim. Mit Einsparungen und höheren Steuereinnahmen hat es die Gemeinde Alheim geschafft, ihr Haushaltsdefizit binnen eines Jahres zu halbieren. 2014 werden voraussichtlich 500.000 Euro im Ergebnishaushalt fehlen. Im vergangenen Jahr waren es knapp 1,1 Millionen Euro.

Das erklärte Bürgermeister Georg Lüdtke, als er am Dienstag der Gemeindevertretung den Haushaltsentwurf vorlegte. „Es ist somit nicht der Superhaushalt, aber in der besonderen finanziellen Situation der Kommunen insgesamt ein durchaus verträglicher“, sagte Lüdtke.

Die meisten Verluste macht die Gemeinde im Bereich der Kinderbetreuung. Das Defizit der Kindertagesstätten Baumbach und Heinebach beträgt 742.000 Euro und soll nach Vorgaben des hessischen Finanzministers deutlich gesenkt werden. Eine Kostendeckung sei aber nie zu verwirklichen, sagt Lüdtke, „denn eine gute Kinderbetreuung und frühe Förderung aller Kinder gehören schlichtweg zu den wichtigsten Zukunftsaufgaben einer Gemeinde.“

Georg Lüdtke

Überhaupt sparte der Bürgermeister nicht mit Kritik an der Landesregierung, die nun auch von Kommunen, die nicht unter dem Finanzschutzschirm sind, verlangt, ihren Haushalt mit drastischen Schritten zu sanieren. „Den Kommunen fehlt seit Jahren das Geld, um alle ihre Aufgaben zu bezahlen“, sagte Lüdtke und machte unter anderem Kürzungen im Kommunalen Finanzausgleich verantwortlich.

Positiv ist der Blick in die Zukunft. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und dort gespart, wo es uns möglich war“, sagt Lüdtke. Er erwartet, dass sich die Solarbranche langsam erholt und auch die Gewerbesteuereinnahmen wieder steigen. Veranschlagt sind 550.000 Euro, 2013 wurden 485.000 Euro eingenommen. Am Ziel, den Etat 2016 auszugleichen, hält Lüdtke fest.

Investieren will Alheim in diesem Jahr 596.200 Euro. Hier eine Auswahl der geplanten Investitionen:

• 70.000 Euro für die Umrüstung der Feuerwehren auf Digitalfunkgeräte

• 300.000 Euro für Kanaluntersuchungen nach der Eigenkontrollverordnung

• 12.000 Euro für eine neue Heizung im DGH Obergude

• 87.500 Euro für ein neues Multicar für den Bauhof

Von Marcus Janz

Quelle: HNA

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