Interkommunale Zusammenarbeit: Alheim und Rotenburg wollen Zweckverband gründen

Alheim. Die Zusammenarbeit im Fuldatal wird enger. Die Gemeinde Alheim und die Stadt Rotenburg wollen zum 1. Januar 2014 den Verwaltungszweckverband Alheimer (VZA) gründen, um einige Aufgaben der Kommunen künftig gemeinsam zu bewältigen.

Alheim hat die Satzung am Dienstagabend bei einer Gegenstimme verabschiedet. Rotenburg soll am Donnerstag, 19. Dezember, folgen.

Der Verband wird zunächst jene Aufgaben übernehmen, bei denen sich Alheim und Rotenburg schon jetzt per interkommunaler Vereinbarung gegenseitig unterstützen: die Verwaltung der Gemeindekassen, die Personalabteilung und die beiden Standesämter.

Mit dem Verwaltungszweckverband heben die Zubra-Kommunen ihre interkommunale Zusammenarbeit auf eine neue Ebene. Weitere Bereiche dürften folgen: „Viele kommunale Aufgaben eignen sich für eine vertauensvolle Zusammenarbeit“, sagte Bürgermeister Georg Lüdtke (SPD) in einem leidenschaftlichen Plädoyer zur interkommunalen Zusammenarbeit mit Rotenburg.

Er nennt Bauhof, Feuerwehr und die Abwasser- und Wasserversorgung als mögliche weitere Aufgaben für den VZA. „Aber auch über die gemeinsame Vermarktung der erzeugten erneuerbaren Energien sollten wir uns Gedanken machen.“ Notwendig werde all das vor dem Hintergrund sinkender Einwohnerzahlen, damit schwindender kommunaler Einnahmen und nicht ausgelasteter Ämter und kommunaler Einrichtungen.

Getragen wird der Zweckverband von allen Fraktionen. Sie sehen aber auch das Problem, dass die Aufgaben, die bisher interkommunal erledigt wurden, die Bürger kaum tangiert haben. Das werde sich ändern, wenn künftig weitere Bereiche auf den VZA verlagert werden. SPD-Fraktionschef Udo Aschenbrenner sieht aber keine Alternative: „Wir kommen nicht umhin, uns aus finanziellen Gründen die Aufgaben zu teilen.“ Der Zweckverband werde effektiver und günstiger arbeiten, als beide Kommunen für sich es können.

Mehr Transparenz gefordert

Auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Dieter Schönborn sieht den Zweckverband als „logische Folge“ der engeren Zusammenarbeit der Kommunen. Allerdings forderte er auch mehr Informationen darüber, was der Zweckverband kosten wird und was er bringen soll: „Wir brauchen mehr Transparenz, wenn wir das Rad weiterdrehen.“ Eine entsprechender Änderungsantrag wurde verabschiedet, wobei die geforderte Offenheit laut Bürgermeister Lüdtke selbstverständlich sei.

Von Marcus Janz

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Quelle: HNA

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