Ahle Wurscht in neuem Laden

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Zentral gelegen: Das Fachwerkensemble rund um die Breitenstraße 35.

Wenn das kein Grund zum Feiern ist: Heute vor genau 60 Jahren gründete Fleischermeister Karl Kanngießer in einem Haus in der Straße Am Rasen in Rotenburg eine eigene Metzgerei, die er später in die Finkenstraße verlegte und im Jahr 1957 beträchtlich erweiterte.

Und morgen eröffnen Sohn Peter und Enkelsohn Stefan ihr neues Filialgeschäft in der Breitenstraße – ganz in der Nähe der Jakobikirche im Haus der ehemaligen Zoohandlung Nowak. Beide betreiben seit Anfang des Jahres gemeinsam die Fleischerei.

In verkehrsgünstiger und zentraler Lage bieten sie und ihre Verkäuferinnen ab Donnerstag ihren Kunden all das an, was es in einen traditionsbewussten nordhessischen Fleischerhandwerksbetrieb geben muss: Gutes Fleisch und gute Wurst – und natürlich auch die vorzügliche „Ahle Wurscht“, die nach altem Familienrezept hergestellt und geräuchert, und – sobald sie gereift ist – verkauft wird.

Regionale Erzeuger

In Kanngießers EU-zertifiziertem Schlachthaus in der Finkenstraße werden bis heute Tiere aus der unmittelbaren Umgebung verarbeitet. „Ich kenne die Bauern und die Tiere, und jeder Bauer weiß, dass ich auf Qualität bestehe“, erzählt Peter Kanngießer. Ganz klar, dass in seinen Läden Hinweisschilder angebracht sind, auf denen die Herkunft des Viehs verzeichnet ist.

So wird es auch im neuen Geschäft im alten Fachwerkhaus Breitenstraße 35 sein, das nach Plänen des Rotenburger Planungsbüros Schütte + Partner in kürzester Zeit grundlegend saniert wurde. „In Absprache mit der Bauaufsichts- und der Denkmalschutzbehörde in Bad Hersfeld, war es ein Leichtes, die Auflagen zu erfüllen“, berichtet Hans-Peter Schütte. „Und dem einen oder anderen Wunsch sind wir auch gerne nachgekommen.“ So zieren den behindertengerecht gestalteten Eingangsbereich jetzt zwei historische, farbig verzierte Fachwerkständer. Das große, nur aus einer Glasscheibe bestehende Schaufenster des Vorgängergeschäfts, ist – passend zum Fachwerk-Ambiente – in ein ansprechend unterteiltes, dreigliedriges Schaufenster verwandelt worden.

Dahinter präsentiert sich der 38 Quadratmeter große, gut einsehbare, blitzsaubere und natürlich klimatisierte Verkaufsraum, in dem der Kunde das große Angebot der Metzgerei in Augenschein nehmen und auf Wunsch auch probieren kann. Unter dem Geschäft befindet sich ein historischer, aus Bruchsandstein errichteter, Tonnengewölbekeller. Er wurde grundlegend stabilisiert und der Verkaufsraum wird von zwei verkleideten Stahlträgern gesichert, die die beiden Obergeschosse des Hauses tragen.

Bauherr Peter Kanngießer und Planer Hans-Peter Schütte sind voll des Lobes über die gute Arbeit der am Umbau beteiligten Handwerker: „Jeder stand Gewehr bei Fuß, alles ging Hand in Hand.“ Das gilt auch für den Einbau der neuen Gasheizung, mit der das Haus energetisch und wirtschaftlich einen Sprung nach vorne gemacht hat.

Im Anschluss an den großzügig und nach neuesten Erkenntnissen gestalteten Verkaufsraum sind Kühlzelle, Lager, Spülküche und die Sozialräume untergebracht. Im Obergeschoss des Hauses Breitenstraße 35 befindet sich auch weiterhin eine Wohnung.

Natürlich gibt es zur Eröffnung des neuen Filialgeschäfts tolle Angebote. Jeder Kunde ist außerdem zu einem kleinen Imbiss und zu einem Gläschen Sekt eingeladen. (zwa)

pdf der Sonderseite Fleischerei Kanngießer

Quelle: HNA

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