Ärztlicher Bereitschaftsdienst: Vorschlag zwei Zentralen

Hersfeld-Rotenburg. Eine Zentralisierung ärztlicher Bereitschaftsdienste an einem Ort im Landkreis würde für viele hilfsbedürftige Menschen eine unzumutbare Entfernung bei der Fahrt zum ärztlichen Notdienst bedeuten. Das erklärt der Rotenburger Bürgermeister Christian Grunwald zur bevorstehenden Neuordnung des Bereitschaftsdienstes durch die Kassenärztliche Vereinigung.

In Rede stehe eine Zentrale, die an einem Krankenhaus im Landkreis angesiedelt sein solle, erklärt Grunwald. Die mögliche Ansiedlung einer Zentrale allein im Klinikum in Bad Hersfeld für nahezu den gesamten Landkreis würde den Bestrebungen entgegenlaufen, die medizinische Versorgung im Landkreis auf dem Niveau zu halten. Die Zentralisierung an einem Krankenhaus könne daher „nicht in unserem Interesse sein“, betont Grunwald. Er schlägt zwei Zentralen in Bad Hersfeld und Rotenburg vor. Der zukünftig zentrale ärztliche Bereitschaftsdienst sollte nach den Vorstellungen des Bürgermeisters während der Woche in einem sinnvollen Wechselrhythmus am Kreiskrankenhaus (KKH) in Rotenburg und dem Klinikum in Bad Hersfeld stattfinden, am Wochenende jeweils in beiden Häusern.

Das Kreiskrankenhaus in Rotenburg könne nach seinem Informationsstand die dafür notwendigen Räume kostenlos bereits ab April 2014 zur Verfügung stellen.

Im Landkreis sei man im Gesundheitsnetzwerk der Zubra (Zusammenarbeit Rotenburg, Bebra, Alheim) und im Aktionsprogramm Moro zur regionalen Daseinsvorsorge darauf bedacht, dem Ärztemangel entgegenzuwirken und eine gute Infrastruktur zu erhalten.

Ab 2014 wird die ärztliche Bereitschaft in Hessen neu geregelt. Cornberg, Nentershausen, und Teile von Ludwigsau sind bereits ab Januar betroffen, für den größten Teil des Kreises soll im Januar entschieden werden, wie es im hiesigen Kreis weitergeht. Ab April soll bereits eine Neuregelung greifen. (red/ank)

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Quelle: HNA

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